Wohnmobil-Rundreise durch Andalusien im Frühjahr 2010

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Hier kommt der erste umgezogene Reisebericht: Unsere längste Wohnmobilreise bisher, eine Rundreise durch Andalusien im Februar, März, April des Jahres 2010.

 

 

1. Tag, So, 28. Feb.

Wir schafften den Start so gegen 11 Uhr, meine Eltern waren aus Oberfranken gekommen und wollten 10 Tage bleiben um Haus und Katzen zu hüten, danach hatten wir die nette Nachbarin im Wechsel mit einer Freundin mit der Fütter- und Streichelarbeit beauftragt.

Wir fuhren über Saarbrücken, Metz, Nancy, Dijon erst einmal ein gutes Stück gen Süden auf der französischen, teilweise kostenpflichtigen Autobahn. Trotz starken Sturms kamen wir ganz gut voran. Da wir Maut sparen wollten, hatten wir uns im Vorfeld für die Strecke quer durch Frankreich, vorallem auf gut ausgebauten Nationalstraßen entschieden, um dann über den Grenzübergang Hendaye nach Spanien einzureisen.

Bei Chalon sûr Saone ging es dann ab auf die N80 ins Landesinnere. Eine gemütliche, ländliche Landschaft, flott zu durchfahren auf wirklich guten Straßen, die eine oder andere Ortsdurchfahrt, die noch nicht durch Umgehungsstraßen umbaut war, brachte Abwechslung statt Verdruß.

Die erste Übernachtung machten wir an einem kleinen Stausee: Embalse de la Sorme beim Ort Blanzy an der N70. Man konnte direkt am Stausee auf einem kleinen Parkstreifen ungestört und auch niemanden störend kostenlos übernachten, wie wir in unserem Wohnmobilführer „Mit dem Wohnmobil nach Südspanien“ gelesen hatten.

2. Tag, Mo, 1.März

Die Nacht war kalt (mit der Heizung aber gut auszuhalten), aber wenigstens hatte der Sturm aufgehört und als wir morgens erwachten, war sogar schönstes Sonnenwetter und wir sahen erst mal, wie schön unser Stellplatz war, den wir abends noch kurz vor Dunkelheit erreicht hatten. Das Beweisfoto darunter zeigt es: Die Null-Grad-Grenze war nachts deutlich unterschritten worden! Nichts wie ab in den Süden!

Nach einem kurzen Einkauf in Blanzy, Weiterfahrt durch die Bourgogne auf der N 70 und N 79. Südlich an Moulins vorbei ging es durch den Norden der Auvergne. Schließlich auf der N 371 bis Montlucon. Mittagspause in Chamblet, kurz vor dieser mttelgroßen Stadt, die man leider noch nicht umfahren konnte. Nun auf der N145 weiter über Guéret und Bellac, dann auf der D951 und der N 141 bis Angouleme.

Immer wieder gibt es viersprurig ausgebaute Abschnitte, es geht wirklich flott voran und wir erreichen auf der N10 die Autobahn nördlich von Bordeaux. Die Umgehung führt uns im Osten und im Süden um die Stadt herum. Es war ein langer Fahr-Tag mit teilweise regnerischem Wetter, der Sonnenschein des Morgens war leider nicht von Dauer gewesen und wir suchen wieder einen Tipp aus dem Wohnmobilführer auf, den Parkplatz einer uralten Kirche, südlich von Belin-Beliet, bei Mons. Es ist schon fast dunkel. aber wir können in der Dämmerung erkennen, dass es hier schön und einsam ist…

3. Tag, Di, 2. März

… was sich am nächsten Morgen aber geändert hat! Der Parkplatz füllt sich, während wir aufstehen und frühstücken, es scheint eine Messe statt zu finden und wir sind bald umringt von Autos mit lauter gut angezogenen Franzosen. Wir fühlen uns ein wenig fehl am Platz, aber niemand scheint an unserer Anwesenheit Anstoß zu nehmen. Sicher stehen dort während der Saison immer wieder Wohnmobile, da es ja in diesem Führer empfohlen wird. Die Leute sind freundlich, besonders zu unseren Jungs, unser Blondi beginnt hier schon aufzufallen, immerhin sind wir ja schon im Süden Frankreichs. Es verspricht, ein schöner Tag zu werden, die Sonne scheint und wärmt auch schon ein bißchen.

Weiter geht es, heute soll endlich Spanien erreicht werden. Aber erst noch ein Einkauf in einem Intermarché direkt an der Autobahn – ich liebe es ja, im Ausland durch große Supermärkte zu streifen und wir haben mittlerweile schon eine ganze Palette von Produkten, die wir in Frankreich gerne einkaufen. Außerdem gibt es zur besonderen Freude der Kinder auch das von nun an fast tägliche, frische Baguette. Auch in Spanien ändert sich daran nicht viel…

Wir erreichen die Grenze kurz vor Mittag, Bei weiterhin schönem Wetter machen wir Rast auf dem ersten Rastplatz nach der Grenze und haben den ersten netten Kontakt mit einer freundlichen Spanierin, die dort eine Touristenbefragung durchführt. Sie ist ganz reizend, spricht englisch mit uns und ist stolz auf ihre paar Worte Deutsch.

So fühlen wir uns willkommen und fahren gut gelaunt weiter. Das gebirgige Baskenland ist nun schon sehr schön anzusehen, wir bedauern es, dass wir hier nur auf der Durchreise sind, die ersten Blicke auf das Meer sind hier von der Autobahn aus auch schon möglich. Aber wir haben ja viel vor und wollen  uns nicht aufhalten.

Auf dem Weg nach Süden führt unsere Route über Bourgos, eine Station des berühmten Jakobwegs – wer ist ihn nicht schon mit Hape im Geiste gewandert? – wir beschließen kurzerhand, hier nun doch einen Zwischenstopp einzulegen und uns am nächsten Vormittag die Stadt anzusehen. Die Stadt hat einen Campingplatz, den wir nach etwa einstündigem Herumirren dann auch finden. Nach zwei freien Übernachtungen ist ein Campingplatz eine schöne Abwechslung, vorallem der ansässige Spielplatz für die Kinder und die warme Dusche für uns.

4. Tag, Mi, 3. März

Wir fahren nach dem Frühstück in die Stadt und parken innenstadtnah. Die anschließende Besichtigung der Kathedrale fühlt sich schon sehr nach Urlaub an und ist eine gute Einstimmung auf die spanischen Gotteshäuser, die uns noch bevorstehen. Besser hat mir nur noch die Kathedrale von Sevilla gefallen.

Nach einem Mittagessen – Tapas in einer winzigen Bar – fahren wir gestärkt und mit Eindrücken erfüllt weiter, das nun leider bedeckte, kühle Wetter stört uns nicht so sehr. Denn bei der Weiterfahrt über Madrid, das sehr weiträumig und ohne Probleme auf der M 50 zu umfahren ist, gibt es schon sehr viel Spanien zu sehen, meist ist es eben und flach, wird immer trockener, besonders rund um Madrid, aber auch ein Gebirgspass muss nördlich von Madrid noch überwunden werden. Hier geraten wir fast noch einmal in den Schnee. Die spanischen Autobahnen sind tipptopp, es gibt ein dichtes, fast überall noch kostenloses Netz und besonders auf der Hinfahrt waren sie unglaublich wenig befahren. Auf der gesamten Hinfahrt gab es nicht einen Stau, nicht mal um Madrid, da wir auf dem äußersten von 4 Umgehungsringen den Stadtverkehr gar nicht tangieren.

Wenn ich da an die Umfahrung von Mailand im letzten Jahr zurück denke – kein Vergleich!

So kamen wir weiter als gedacht: Unser letzter außerandalusischer Übernachtungsplatz lag in Valdepenas. Der Womoführer schlug ein außergewöhnliches Plätzchen zur Übernachtung vor: auf dem einzigen Hügel weit und breit, am Fuß eines Freiheits-Denkmals, das sich als häßlicher abstrakter eiserner Engel heraus stellt. Ausgesetzt und von weitem sichtbar! Die Straße hinauf war schon am zuwachsen, außer ein paar verrückter Wohnmobilfaherer fuhr da wohl sonst kaum mehr jemand hinauf. Aber wir blieben dort, da es schon dunkel wurde und wir keine Lust hatten, jetzt noch eine Alternative zu suchen. Wir schliefen auch dort nicht so schlecht, der Wind ließ nachts nach und am nächsten Morgen bot sich auch ein sehr schöner Blick über die umliegende Landschaft.

5. Tag, Do, 4. März

Immernoch bedecktes Wetter weckt uns, allerdings klart es auf, nach einem Einkauf in Valdepenas empfängt uns Andalusien, dessen Grenze wir schnell erreicht haben, mit Sonnenschein. Die Grenze zu Andalusien ist auch eine landschaftliche, sofort wird es gebirgig, felsig und interessant. Vorbei an der schön gelegenen Stadt Jaén fahren wir weiter Richtung Granada. Unser erstes Ziel ist die Küste östlich von Almeria, im Naturpark Cabo di Gata. Deshalb geht es noch vor Granada Richtung Westen ab, auf der gut ausgebauten N 306 zur Autobahn A 92, die nördlich der Sierra Nevada durch ein Hochtal auf über 1000 m Höhe entlangführt. Es ist die hochgelegenste Autobahnstrecke Spaniens. Sie führt uns über Guadix nach Almeria. Hier ist es nun landschaftlich schon so außergewöhnlich, dass uns die Spucke wegbleibt. Um Guadix sind von Erosion zerfressene Lößstufen landschaftsprägend, gelb leuchtend, schon fast wüstenhaft vom Charakter. Die Bewohner haben in das weiche Gestein teilweise ihre Wohnhäuser, Kirchen, etc. gebaut, die Hauswände kleben am Fels, sehen ganz normal aus, aber dahinter ist nichts als Fels. Leider haben wir nicht wie geplant, diese Gegend noch mal aufgesucht, denn eine Besichtigung dieser Felsenwohnungen wäre sicher interessant gewesen. Leider hab ich auch keine Bilder gemacht. Auf Almeria zu ging es dann abwärts, die Küste war bald schon in der Ferne zu ahnen und wieder veränderte sich die Landschaft. Nun begannen die berühmten Halbwüsten um Almeria. Wirklich unglaublich, man fühlte sich in amerikanische Western versetzt – und der Eindruck war genau der richtige, denn hier wurden in der Tat viele Western gedreht, z.B. auch „Der Schuh des Manitou“

Wir kamen später noch mal hier hin zurück, deshalb hier ein Bild, leider kann es nur einen kleinen Eindruck dieser Landschaft geben…

Die Sonne schien nun schon recht stark und verschwitzt erreichten wir gegen Nachmittag endlich unser erstes richtiges Ferienziel: den Campingplatz im Küstenörtchen Las Negras im Nationalpark Cabo di Gata. Das ist eine sehr schöne vulkanisch geprägte, nun wieder wesentlich grünere Landschaft, mit einer beeindruckenden Felsenküste. Der Platz lag in einem schmalen Trockental fast direkt am Meer:

Der Strand im Vordergrund ist der zum Campingplatz gehörige, im Hintergrund sieht man das weiße Feriendorf Las Negras, das seinen Namen einem schwarzen Felsen verdankt, der aber leider nicht mehr auf dem Bild ist. Natürlich machen wir erst mal einen Spaziergang zum Strand und erkunden den Campingplatz.

6. Tag, Fr, 5. März

Der nächste Tag bringt freundliches, angenehmes Wetter, so um die 20 Grad – wir verbringen den Vormittag mit Vorzeltaufbau – es ist schon recht windig, deshalb machen wir es gut fest. Den Nachmittag verbringen wir mit einem Spaziergang über die Felsen zum Nachbarstrand. Der laue Wind und die immer wieder schönen Blicke auf das Meer und die Küste sind herrlich. Die Kinder klettern wie die Gemsen und sind stolz auf jeden erklommenen Felsen oder Berg. Hier einige Eindrücke:

Abends sind wir schon froh über unser Vorzelt, denn der Wind frischt auf und wir können geschützt draußen essen.

7. Tag, Sa., 6.März

Über Nacht hat sich das Wetter weiter verschlechtert, das Vorzelt hat sich teilweise losgerissen und wir müssen es abbauen, es ist nicht nur windig, sondern auch richtig kalt geworden. Eine Dame, die dort anscheinend regelmäßig die Wintermonate verbringt, versichert uns, dass es sonst um diese Jahreszeit NIE so kalt ist. Tja, Pech gehabt!

Aber wir lassen uns nicht die Laune verderben und brechen zu einer kleinen Rundfahrt ins Hinterland des Nationalparks auf, dort gibt es ein Karstgebiet mit typischen Karsterscheinungen wie Dolinen, Trockentälern und Höhlen. Ein Höhlensystem kann man besichtigen, sagt unser Führer. Das „nach Voranmeldung“ haben wir leider überlesen, so stehen wir leider vor den Höhlen von Sorbas und können nicht rein. Aber der Spaziergang ist interessant, das Trockental, durch das wir streifen, ist zwar etwas nass, denn auch so viel Regen gibt es sonst in Spanien um diese Jahreszeit nie, wie in den Wochen vor unserer Ankunft, aber wenigstens ist es an diesem Tag von oben trocken.

Wir staunten über die Kalkkristalle, die sich überall auf den anstehenden Felsen gebildet hatten, auch das „Quietschie“, Julians ständiger Begleiter, schaute sich das genau an…

Weiter ging es dann noch mal an den Westerndörfern im Halbwüstengebiet von Almaria vorbei. Dort wurden bereits zahlreiche europäische Western gedreht, so z.B. auch der „Schuh des Manitu“. Als Touristenattraktion gab es drei Westerndörfer, mit  Resten von Filmkulissen. Shows, Pferdereiten etc. hätte es dort zu bestaunen gegeben, aber wir haben es uns auch wegen der horrenten Eintrittspreise gespart, eines zu besuchen. Für etwas größere Kinder als unsere wäre das sicherlich interessant gewesen.

Hier noch ein Bild von einem der Dörfer:

Auf dem Weg zurück zum Campingplatz kamen wir noch an einem schönen Aussichtspunkt, spanisch „Mirador“, mit Blick auf die Küste von Cabo di Gata vorbei. Die meisten spanischen Miradore sind wie hier sehr liebevoll gestaltet:

8. Tag, So, 7.März

Wir verlassen den Campingplatz, da das Wetter doch nicht so zum Strandurlaub einlädt erst mal wieder, fahren erst einmal noch an das wirkliche Cabo (Kap) der Halbinsel und brechen nach einem ausgiebigen Strandpiknick gen Granada auf. Die viel gerühmte Stadt mit ihrer berühmten Alhambra, einer Burg aus der Zeit der Maurenherrschaft in Südspanien, zieht uns jetzt doch magisch an.

Wir passieren Guadix nochmals, zum Aussteigen ist es auch heute schon zu spät und wir nehmen den schnellsten Weg, die Autobahn, nach Granada. Mit guter Beschreibung finden wir sehr schnell den etwas außerhalb in La Zubia gelegenen Campingplatz mit Busanbindung an die Innenstadt.

Der Platz ist klein, sauber und mit deutschsprachigem Empfang.

9. Tag

Weiterhin ist es bedeckt bis regnerisch, wir suchen die wenige Schritte entfernte Bushaltestelle auf, der Bus fährt regelmäßig alle 10 Minuten. Bis in die Innenstadt braucht er keine halbe Stunde. Wir müssen noch etwa einen Kilometer von der Endhaltestelle aus laufen, dann stehen wir im Zentrum, vor der Kathedrale Granadas. Da diese aber erst wieder nachmittags um 16 Uhr aufmacht, machen wir uns zuerst auf zu einem Spaziergang durch den Albaicin, ein historisches, maurisch geprägtes Stadtviertel Granadas. Das ist an sich schon sehr hübsch, aber der Weg lohnt sich vor allem wegen des einen und einzigen, göttlichen Aussichtspunktes „Mirador San Nicolas“. Von hier sind sie alle gemacht, die Postkartenfotos der Alhambra. Nirgens sonst sieht man die Burganlage in ihrer ganzen Größe und Pracht so gut:

Leider ist heute kein Postkarten-Wetter und es fehlt auch die hinter der Burganlage aufragende, schneebedeckte Kulisse der Sierra Nevada, die direkt hinter der Stadt beginnt und bis auf über 3300 m ansteigt. Leider ist sie heute vollständig in den Wolken vesteckt, zeigte sich uns erst am nächsten Tag wieder, aber da waren wir dann auf der anderen Seit, nämlich in der Burganlage: Blick von dort hinüber zum Albiacin:

Das obere Bild entsand vom Vorplatz der weißen Kirche ganz oben leicht links der Mitte.

Dies ist aber nur ein kleiner Vorgriff auf den nächsten Tag, denn dieser war noch nicht zu Ende. Nach einer Umrundung des Albiacins kamen wir durch enge Gassen mit orientalischen Bars und Basaren wieder hinunter zur Kathedrale.

Hier Bilder davon und von der Kathedrale,gute Bilder von innen habe ich nicht. Sie hat mir auch wesentlich weniger gut gefallen, als die von Burgos.

 

Nun sind wir aber genug gelaufen und nehmen den Stadtbus zurück zur Haltestelle, an der unser Bus in den Vorort La Zubia zurück fährt. Die Kinder bekommen heute ein extra Lob, weil sie so toll mit gelaufen sind, fast ohne Gejammer. Nur für sie hier das Lieblingsbild des Tages, eine Katzenfamilie im Tal des Rio Darro, das den Albaicin vom Burgberg der Alhambra trennt:

(es war einfach …kalt an dem Tag! Da war es auch für die Katzen so gemütlicher…)

10. Tag, Di., 9. März

Wieder fahren wir mit dem Bus nach Granada hinein und steigen direkt um in die Linie 13 zum Friedhof, denn der befindet sich oberhalb der Parkplätze für die Alhambra. Ein kurzer Fußmarsch durch die unzähligen Parkpdecks und wir kommen an den Haupteingang. Wir haben keine Karten vorbestellt – dies kann man aber am Campingplatz und es ist auch zur Saison dringend anzuraten – denn zu dieser Jahreszeit ist es noch recht „ruhig“ und wir bekommen problemlos Karten am Schalter.

Um die Alhambra zu beschreiben, braucht man viele Worte, deshalb denke ich, ich lasse lieber Bilder sprechen. Da wir an dem Tag kühles, aber sonniges Wetter hatten, sind die Fotos recht schön geworden.

Die Nasridenpaläste – das Herzstück der Alhambra:

Bilder aus dem Inneren der Burganlage und aus der Alcazaba:

Von diesem Glockenturm gab es eine fantastische 360°-Aussicht auf die Umgebung, die Stadt und die Sierra Nevada:

Etwas getrennt von der eigentlichen Alhambra gab es noch das Lustschlösschen Generalife mit seiner berühmten Gartenanlage und wieder tollen Ausblicken:

Auch dieses ist wieder maurisch geprägt und man hat einen schönen Blick hinüber auf die Burganlage:

Die Gärten sind zu dieser Jahreszeit natürlich noch nicht so prachtvoll, aber einiges blüht ja schon.

Viele Stunden sind vergangen, die wir sicher nicht so schnell wieder vergessen werden, die Alhambra ist eine Reise wert, das wußten wir zwar schon vorher, aber jetzt können wir es bestätigen!
11. Tag, Mi., 10. März

Nach diesen beiden Stadttagen zieht es uns wieder an die Küste, zumal das Wetter nun schön ist und wir uns ein paar Grad mehr unten am Meer erhoffen.

Wir sind ziemlich platt und machen langsam. Die Fahrt wird einige Male unterbrochen, an einem Stausee zur Mittagsrast:

… und in Alhama die Granada, einer kleinen Stadt, die toll an einer Schlucht liegt:

Danach schrauben wir uns langsam hinunter zur Küste durch die herrlichste Landschaft, schon recht besiedelt, je näher man der Küste kommt. Für mich vielleicht die schönste Strecke des ganzen Urlaubs. Umso enttäuschender dann die Ankunft an der berühmten Costa del Sol. Wir finden zwar einen Campingplatz am Meer in Torro del Mar, aber hier sieht es so aus:

Hässlicher Strand, Betonbettenburgen und ein zwar ordentlicher, aber  vorallem mit deutschen Überwinterern eng an eng vollgestopfter Platz. Das einzig gute daran war der Blick aus dem Womofenster, denn man sah genau auf einen der typischen spanischen Blechbullen, die hier an den Autobahnen immer mal wieder herumstehen.

12. Tag, Do., 11. März

Wir „fliehen“ ins nahe Malaga. Diese Stadt hat wieder eine sehenswerte Kathedrale und eine zweiteilige Burg, das Castillo Gibralfaro oben – die Wehrburg – und die Alcazaba unterhalb – die Wohnburg. Auch hier finden sich maurisch gestaltete Teile, allerdings lange nicht so prächtig wie in der Alhambra in Granada.

Das Beste war hier der Ausblick auf die Stadt, den Hafen und das Meer von der oberen Burg aus. Leider war das Wetter an diesem Tag trüb, später und vor allem in der Nacht hat es sogar geregnet.

Hier ein paar Bilder aus Malaga:

Im Vordergrund die Wehranlagen des Castillo di Gibralfaro, im Hintergrund die Stadt mit der Kathedrale.

Blick von der oberen zur unteren Burg (Alcazaba), dahinter die Kathedrale.

 

 Die Stierkampfarena von Malaga mitten im Häusermeer

 

 Die untere Burg, die Alcazaba

 

Detail einer maurischen Fensterverzierung innerhalb der Alcazaba von Malaga.

Die Übernachtung in Malaga war ein Abenteuer für sich, unser Womo-Führer empfahl den Parkplatz der oberen Burg, das war auch erst mal ganz O.K., denn der lag abgelegen, war klein und nicht von unten einsehbar und es bot sich ein schöner Blick auf die nächtliche Stadt zu unseren Füßen von hier oben.

Aber die Nacht wurde dennoch unruhig, denn auch die Jugend der Stadt kannte offensichtilich diesen Platz und nutzte ihn für nächtliche Rendevouz im Autos… das war ein Kommen und Gehen, bis in den Morgen, manche ließen den Motor an, da es ja kalt war und man es im Auto kuschelig warm haben wollte – dazu Türen schlagen, ab und zu Musik… geschlafen habe ich nicht sehr viel.
13. Tag, Fr., 12.3.

Auch hier wollten wir also am nächsten Morgen nach einem Frühstück, bei dem wir bereits von den ersten Reisebussen – ungfähr sieben Stück, die sich auf dem kleinen Platz drängten, total eingeparkt worden waren, schnell wieder weg. Gottseidank löste sich der Busstau so schnell wieder auf, wie er gekommen war und wir konnten losziehen. Diesmal wollten wir wieder ins Hinterland, zu einem landschaftlichen Highlight, den Felsen von El Torcal, über 1000 m hoch gelegen. Also ging es wieder auf landschaftlich einmaligen Strecken, heute wieder bei strahlendem Sonnenschein hinauf: Unterwegs boten sich immer wieder schöne Ausblicke und weiße Bergdörfer erfreuten das Auge.

Selbst hier oben gibt man sich Mühe mit der Gestaltung der „Miradore“:

Unser Ziel erreichen wir gegen Mittag. Ein riesiger Parkplatz und ein modernes Besucherzentrum zeugen von der Interessantheit dieses Naturphänomens, wir essen erst einmal etwas zu Mittag und wandern dann los. Erst jetzt, beim Durchwandern erschließt sich uns die ganze Pracht dieser Landschaft. Wirklich sehr beeindruckend, auch die Kinder sind glücklich, weil sie klettern können. Der Papa, der früher selbst ab und zu hobbymäßig geklettert ist, findet Wege auf die höchsten Felsen, die Mama bleibt lieber unten und macht Fotos…

Gemsen oder Bergziegen gibt es auch, oder ist das das Gleiche – wir sind halt Geographen, keine Biologen, freuen uns aber trotzdem über die Tiere, die wir gut beobachten können.

Der kürzeste Rundweg dauert vielleicht zwei Stunden, am Schluss kommt man noch an einen tollen Aussichtspunkt, in der Ferne ist das Meer zu ahnen:

Die Nacht verbringen wir hier oben, auf dem großen Parkplatz, das großartige Naturerlebnis geht zuende mit der Beobachtung eines Fuchses, der in der Dämmerung um unser Fahrzeug schleicht… leider hab ich ihn nur unscharf:

14. Tag, Sa, 13.März

Weiter geht es Richtung Ronda. Die sensationell gelegene Stadt ist ein weiteres absolutes Highlight unserer Reise. Heute fahren wir aber nur hin und kommen schon am Nachmittag auf dem schönen, ca. 1 km außerhalb gelegenen Campingplatz der Stadt an. Unterwegs wird noch eingekauft, im schön gelegenen Städtchen Antequera, das auch einen Halt lohnt:

Das maurische Castillo mit dem „Felsen der Liebenden“ im dunstigen Hintergrund.

Blick vom Campingplatz aus auf Ronda.
Auf dem Campingplatz gibt es einige zutrauliche Katzen, eine läßt sich gleich häuslich bei uns nieder…

Wir gehen zu Fuß – heute wieder bei kühlem Sonnenwetter und Wind – die etwas 1 km lange Strecke bis an die Stadtmauer von Ronda und betreten die Stadt.Als erstes stoßen wir auf die Kathedrale – mal was ganz anderes, klein, aber Oho, gebaut aus einer ehemaligen Moschee.

Innen haben wir viel Spaß mit dem Audio-Guide, die Kinder wollen an jeder Station auch mal hören und so hören wie alle vier auf zwei Hörern und verbringen so eine längere Zeit als geplant in dieser schönen Kirche. Sie hat zwei völlig unterschiedliche Teile, und auch einige moderne Elemente.

Nach einem Mittagessen in einer netten Bar, glangen wir endlich zum Highlight dieser Stadt: Sie wird durchschnitten von einer ca. 100 m tiefen Schlucht, die von zwei Brücken überspannt wird. Da wird einem wirklich schwindlich beim Runterschauen. Ist nicht so leicht zu fotografieren, hier ein paar Eindrücke:

Dann gab es in Ronda  noch, wie in fast jeder größeren spanischen Stadt eine Stierkampfarena – diesmal haben wir sie besichtigt. Ich halte zwar nicht so viel von Stierkampf, aber einmal wollte ich sowas trotzdem mal gerne von innen sehen. Hier finden noch einmal im Jahr unblutige Stierkämpfe statt, jedesmal ein großes Fest.

Die Stadt liegt hoch oben auf diesen beiden, von der Schlucht getrennten Felsplateaus, und so bieten sich auch immer wieder schöne Ausblicke in die Umgebung:

Ronda hat mir sehr gefallen, ist auf jeden Fall ein Highlight und sollte auf keiner Andalusienreise ausgelassen werden, vorallem wegen seiner – in einem Reiseführer stand „dramatischen“ – Lage.

16. Tag, Mo., 15.3.

Am nächsten Tag war ich dann erst mal krank – mit Halsweh und beginnendem Fieber sollte man halt keine Stadt besichtigen, vor allem nicht bei eisigem Wind. Aber ich wollte meinem Körper einfach ignorieren und bekam abends und nachts die Quittung – gottseidank konnten wir trotzdem weiter fahren und ich hatte nach einer fiebrigen Nacht das Schlimmste überstanden, aber nun einige Tage mit einer saftigen Erkältung zu kämpfen. Wir fuhren nun wieder Richtung Küste, nun an die bereits am Atlantik gelegene Costa de la Luz.

Die Fahrt ist wieder landschaftlich reizvoll, leider bekomme ich nicht so viel davon mit…

An der Küste angekommen passieren wir Algeciras und Tarifa, dann, bei der Wanderdüne von Bolonia kommen wir erstmals wieder an den Strand – und welch ein Unterschied – hier ist er klassisch weiß, breit, und ganz nach unserem Geschmack.

Nun wollen wir uns hier doch erst mal ein Plätzchen zum Bleiben und genesen suchen.

Zwischen Tarifa und Cadiz liegt das Feriendörfchen Conil de la Frontera, im Gegensatz zur Costa del Sol gibt es hier keine Betonburgen, dafür viele, viele noch verlassene Fincas, rings um den Ort verstreut, und auch einige Campingplätze. Direkt am Meer liegt keiner, die meernächsten haben noch zu, und so bleiben wir auch  nur eine Nacht. Denn einmal wollen wir dann doch DEN idealen Campingplatz am Meer haben.

17. Tag, Di., 16. März

Am Vormittag machen wir es uns noch für ein paar Stündchen und ein Mittagspicknick am angeblich schönsten Strand von Conil gemütlich – in der Sonne ist es jetzt endlich schön warm. Der Strand hat allerdings unter den Winterunwettern ziemlich gelitten – ganze Stücke der Steilküste sind auf den Strand gestürzt. Es gibt auch hier eine Düne, auf der die Kinder klettern können uns so ist es trotzdem ganz nett hier:

Wir fahren wieder zurück in die Richtung, aus der wir gekommen waren, noch ein Großeinkauf im Supermarkt von Conil und gegen Abend treffen wir in Zahara de los Antunes ein – nun endlich auf dem ersehnten Campingplatz direkt am Meer, der sogar offen hat. Hier ist komischerweise nur wenig los, ein paar übriggebliebenen deutsche Überwinterer, das wars… aber uns gefällt es hier, es folgen einige Tage ruhiges Camping- und Strandleben, bei nun endlich sogar sommerlichen Temperaturen.

18., 19. und 20. Tag, Mi., Do., und Fr.,  17., 18. und 19. März

Heute können wir zum ersten Mal draußen frühstücken, es ist schon richtig warm und mal ausnahmsweise fast windstill. Da meine Gesundheit noch zu wünschen übrig läßt, bleiben wir drei Tag nur auf dem Campingplatz hier in Zahara de los Antunes bzw. am zugehörigen Strand. Der ist traumhaft schön, sauber und riesig. Der Platz liegt in der Mitte zwischen dem Ort Zahara und einem modernen Feriendorf namens Atlanterra, ein Dorf aus der Retorte, das allerdings meiner Meinung nach gar nicht so häßlich ist. Man kann kilometer weit spazieren gehen, Muscheln und Schneckenhäuschen sammeln oder Wellen beobachten. Ich stell hier einfach mal ein paar Fotos ein, die an den drei Tagen entstanden sind. Man kann sie übrigens durch anklicken vergrößern.

Der Campingplatz vom Strand aus gesehen, hier gibt es auch Bungalows zu mieten
Ein großer Sandkasten namens Strand – Spaziergang nach Osten in Richtung Atlanterra

Atalanterra
Ist das nicht ein toller Rastplatz?
Beeindruckende Wellen
Zahara de los Antunes
Reiter am Strand von Zahara
Am dritten Tag, den wir hier verbringen hat es richtig sommerliche Temperaturen, wir schätzen mindestens 28 Grad, der wärmste Tag der ganzen Reise! Ein Überwinterer erzählt uns, dass es hier auch im Dezember durchaus mal 25 Grad haben kann, aber auch, dass bei einem Wintersturm das Meer fast bis zur Campingplatzpforte vordringt und der ganze Platz im Matsch versinkt. Er ist mit seiner Frau, einer Katze (Heilige Birma, sie darf an der Leine raus und tatsächlich auch am Strand spazieren gehen…) und einem kleinen Hund mit einem riesigen Wohnmobil jedes Jahr einige Monate hier – genauso wie die anderen 4 älteren Ehepaare auf dem Platz, die alle Kontakt suchen und unsere Kinder mit kleinen Geschenken verwöhnen. Wir fühlen uns sehr wohl da und können uns durchaus vorstellen, dass wir hierher irgendwann mal wieder zurück kommen werden! Man braucht halt eine große Plane unter dem Wohnmobil, wenn der Regen den Boden in Matsch verwandelt und sollte ein Fahrrad dabei haben, um morgens frisches Brot im Dorf holen zu können, da in der Nebensaison der Supermarkt auf dem Platz noch zu hat. Aber sonst ist es ein Paradies!
22. Tag, Sa., 21. März

Heute müssen wir endlich mal wieder was anderes sehen, als nur Strand – wir fahren in das attraktiv hoch auf einem Felsen gelegene Weiße Dorf Vejer de la Frontera. Das Highlight hier: ein deutscher Bäcker! Das heißt nach wochenlangem Weißbrot endlich mal wieder Vollkornbrot, noch dazu von der allerbesten Sorte! Viel haben wir ja nicht vermißt unterwegs, aber das schon!

Hier noch einige Eindrücke des Ortes, der wirklich hübsch ist. Leider ist es heute bedeckt und etwas nieselig, deshalb nicht so tolle Fotos…
Am Ende zieht es ganz zu und beginnt sogar etwas zu regnen. Wir fahren zurück über Barbate und das Cap de Trafalgar. Heute ist hier viel los, denn auch die Spanier zieht es am Wochenende an ihre Küste. Man gelangt dann durch einen schönen großen und schattigen Pinienwald, der als Naturpark ausgewiesen ist, wieder zurück nach Zahara. Vor dem Ort steigen wir noch mal aus und suchen an einem Strandabschnitt, der uns vorher als Geheimtipp genannt worden ist, nach riesigen Muscheln und Schneckenhäusern. Zum Muscheln sammeln ist dieser Küstenabschnitt wirklich super:

Am nächsten Tag wollen wir in Richtung Sevilla aufbrechen – aber nicht auf direktem Weg.

22. Tag, So., 21. März

Wir fahren vorbei an Medina-Sidonia zum „Weißen Dorf“ Arcos de la Frontera. Die Orte heißen hier übrigens alle „de la Frontera“, weil sie früher an der Grenze des maurisch besetzten Spaniens zum Rest lagen… hab ich gelesen. Arcos ist schon wieder so ein toll gelegener Ort – hoch oben auf einem Felsplateau am Rand eines riesigen Flussmäanders.

Und hier sieht man den Flußmäander am Fuß der Steilwand: wie aus einem Geomorphologie-Lehrbuch:

Noch einige Fotos von der Stadtbesichtigung. Es war Sonntag, aber die Andenkenläden hatten auf, die Kirchen, die es zahlreich gab, leider zu.

Dies war die Terasse einer Bar, leider sind wir nicht eingekehrt, was ich gerade wieder etwas bereue…

Aber dafür haben wir ausführlich die Andenkenläden durchstöbert, immer auf der Suche nach dem idealen Mitbringsel für die Katzenfütterer daheim. Das ist jetzt vielleicht auch was für die hier mitlesenden GlaskollegInnen:

Sind die nicht toll? Passend zu den Mandalaperlen, die ich gerade so gerne mache. Leider hab ich keinen davon gekauft – auch was, das ich bereue…

… aber immerhin hab ich Fotos gemacht. Auch die Keramik war schön:

So, jetzt wieder zur Reise:

Nach einem Imbiss im Wohnmobil auf dem Parkplatz war es schon fortgeschrittener Nachmittag und wir machten uns auf den Weg, einen Übernachtungsplatz zu suchen. Unser nächstes Zwischenziel sollte der Parque natural Sierra di Grazalema sein. Solch kleinräumige, alpin anmutende Gebirge gibt es hier viele und dieses sollte besonders schön sein. Wir fuhren also auf die Berglandschaft zu, an ihrem Fuß, in El Bosque sollte einer der wenigen Wohnmobilstellplätze Andalusiens mit Entsorgung – d.h. Abwasser- und WC-Entsorgungsmöglichkeit sein. Tatsächlich gab es eine Entsorgungsstelle mitten im Ort – toll! Aber da wir die noch nicht wirklich brauchten (wir kommen gut drei bis vier Tage ohne aus und kamen ja vom Campingplatz) und die zugehörige Parkmöglichkeit schräg und in unruhiger Lage war, fuhren wir dann doch weiter. Aus dem Ort heraus und schon begann ein kurvenreiches Bergsträßchen, das uns recht schnell hoch in die wundervolle Gebirgslandschaft brachte. Plötzlich befand man sich in einer völlig anderen Landschaft, fast hätte es in den Alpen sein können.

Wir klapperten die im Wohnmobilführer als Übernachtungsmöglichkeit angegebenen Wanderparkplätze ab und wurden schließlich fündig. Das war sicher einer der schönsten Übernachtungsplätze der ganzen Reise. Ein Wanderparkplatz mit Traumblick, Kletterfelsen und wunderbar ruhig und einam gelegen auf etwa 1000 m Höhe. Etwas später gesellte sich noch ein Campingbus dazu, so waren wir auch nicht alleine und schliefen sehr gut.

Noch ein kleiner Abendspaziergang… von oben sieht man den Parkplatz:
23. Tag, Mo., 22. März
Am nächsten Tag fuhren wir ein Stück zurück, etwas weiter unten lag das Bergdorf Grazalema, wieder ein Bilderbuchdorf, wieder mit reizvollen Ausblicken, wieder mit ganz eigenem Charakter. Und da war vielleicht was los! So langsam scheint nun die Saison zu beginnen und das Wetter war auch vom Feinsten.
Das war der Hauptplatz im Ort, voller Menschen, etwas abseits davon dagegen, einsame weiße Gassen, in denen man fast nur Einheimische sah. Wir suchten einen Bäcker und fanden einen besonders urigen kleinen Laden, wo man sogar noch in die Backstube schauen konnte – das Brot war auch besonders lecker.
Auch hier konnte man wieder wunderbar in die grandiose Landschaft der Umgebung sehen: teilweise war es richtig schwindelerregend:
Von diesem Aussichtsbalkon musste ich schnell wieder runter – ich bin nicht ganz schwindelfrei…
Der schönste „Mirador“ am Ort – in der Saison hat hier ein Kiosk geöffnet und man kann auf der Terasse sitzen – sicher ein grandioser Platz für einen Kaffee…
Dieser Blick bot sich in die andere Richtung – Blick zurück auf den Ort
Dieser Ort war aber nicht der einzige Höhepunkt an diesem Tag. Der ganze Tag war ein Traum. Wir fuhren weiter, wieder an unserem Übernachtungsplatz vorbei in Richtung Zahara (ein anderes, nicht das am Meer). Dazu mussten wir über einen 1357 m hoch gelegenen Pass und auf der anderen Seite schlängelte sich die Straße wieder hinunter bis auf 511 m. Die Ausblicke kann man sich ausmalen, leider sind solche Fernblicke immer nicht so gut auf einem Foto festzuhalten.
Bei diesen Straßen waren wir mal wieder froh, dass wir nur ein kleineres, kompaktes Wohnmobil haben, mit einem großen wäre es z.T. schon sehr schwierig geworden, vor allem bei Gegenverkehr. Aber ich liebe solche Straßen und es wäre total schade, wenn wir sie immer meiden müßten. Dann lieber etwas Enge aushalten!
Unten empfing uns dann schon von weitem der grandiose Anblick des Embalse de Zahara mit dem Ort, der wieder mal von einer kleinen Burg gekrönt war:
Im Ort angekommen haben sind wir erst durch den Ort spaziert, der nun im der frühen Nachmittagshitze fast ausgestorben war und sind dann von hinten auf die Burg hinauf gestiegen – und ganz schön ins Schwitzen geraten. Aber es hat sich gelohnt! Der Ausblick war wieder mal grandios:
Der Embalse de Zahara
Hier ein paar Bilder vom Ort und von der Burg:
Übernachtet haben wir dann unten im Ort, am Straßenrand, wo schon einige Wohnmobile standen – erst haben wir noch das diesseitige Ufer des Stausees nach einem geeigneten Stellplatz abgesucht – wir träumten schon von einem Sprung ins kühle Nass – aber leider vergeblich. Doch auch hier haben wir gut geschlafen nach einem absoluten Traumtag – einer meiner Lieblingstage der Reise, wie man vielleicht an den vielen Bildern sehen kann…

24. Tag, Di., 23. März

Nach der Nacht in Zahara de la Sierra machten wir uns auf den Weg nach Sevilla, es war mal wieder Zeit für eine Stadt. Auf dem Weg dorthin gab es noch ein spanisches Kuriosum zu bestaunen: Die Kathedrale oder der Tempel des Gegenpapstes von El Palmar de Troya. Noch nie gehört? Doch, doch, es gibt einen Gegenpapst! Und das ist seine Kirche:

Sie steht südsüdwestlich von Sevilla beim Örtchen El Palmar, das wiederum südlich des etwas größeren Utrera zu finden ist.

Ganz kurz die Geschichte: Ein junger Sevillaner hatte dort 1968 eine Marienerscheinung. Diese befahl ihm, die katholische Kirche zu retten, die von Ketzerei bedroht sei. Das Wunder wurde von der katholischen Kirche nie anerkannt, trotzdem zog der Ort von nun an das Volk an und als der vermeindliche Heilige auch noch literweise Blut aus angeblichen Stigmata verlor, hatte er es geschafft. Er bekam genug Spenden zusammen um eine Kathedrale, ja, einen zweiten Vatikan zu bauen und sich selbst zum Gegenpapst auszurufen. Er ist inzwischen erblindet, aber lebt noch und noch heute finden hier täglich Messen statt. Anscheindend hat er immer noch genug Zulauf, um das Kuriosum zu erhalten.

Der Komplex ist von hohen Mauern umgeben und von Kameras überwacht. Wer sehr neugierig ist, kann sich sittsam bekleidet zur Messe zwischen 18 und 19.30 Uhr am Tor anmelden und wird dann eingelassen. Innen soll das Ganze ähnlich verrückt und außergewöhnlich weitergehen, wie es von außen erscheint.

Tsss, Tsss, die spinnen, die Spanier….

Gegen Nachmittag erreichen wir Dos Hermanas, eine Stadt etwas südlich von Sevilla. Hier gibt es einen schönen Campingplatz, Camping Villsom, der gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln an Sevilla angebunden ist. An dem Platz ist überhaupt nichts auszusetzen, es gibt sogar einen sehr großen Pool und viele hübsche Katzen. Es ist nicht ganz ruhig, denn hinter den Mauern verlaufen vielbefahrene Straßen, aber das hat uns eigentlich nicht weiter gestört.

25. und 26. Tag, Di. und Mi., 23. und 24. März

Wir waren nur zwei Tage in Sevilla, einer Stadt, in der man sicher Wochen verbringen kann und immer noch kennt man nicht alles… deshalb gibt es an dieser Stelle wirklich nur die absoluten Touristen-Highlights und ein inneres Versprechen: Sevilla, Du Wunderschöne, wir kommen wieder!

Schon die Fahrt in die Stadt bringt die ersten berauschenden Eindrücke – es ist eine schöne Stadt, eine grüne Stadt, mit vielen außergewöhnlichen Bauwerken. Es gab hier die große Weltausstellung von 1992 und auch schon 1929 eine Ibero-amerikanische Ausstellung. Beiden verdankt Sevilla sehenswerte Parks und bleibende Bauwerke, letzterer z.B. die sensationelle Plaza Espagna (mit ~).

Leider wurde hier gerade gebaut und das Wetter schwankte zwischen Regen und Sonnenschein. Trotzdem hier ein paar Eindrücke dieses architektonischen Kunstwerks:

 

 

Für jede spanische Provinz gibt es hier eine solche, mit bunten Kacheln gestaltete Nische, davor eine Karte ihrer Lage. Hier nur eine als Beispiel:

 

Ach, dieser Platz ist so schön, das läßt sich gar nicht beschreiben. Ich habe noch dreimal so viele Bilder gemacht, aber diese sollen jetzt erst mal reichen.

Der Bus hielt in der Nähe der Plaza Espana (Kaufe ~ aufs n), von dort war es noch ein viertelstündiger Fußmarsch bis zum eigentlichen Herz der Stadt, dem großen Platz mit der Kathedrale und dem Alcazár, der Burganlage.

Die Stadt ist heiter und offen, viel Grün, auch und gerade hier im Zentrum. Sie ist jung und studentisch, die Unigebäude liegen in der Innenstadt und es wimmelt von Radfahrern. Große, breite Straßen gehören nur ihnen, den Fußgängern und einer schicken, modernen Straßenbahn, deren Fahrer unseren Kindern zuwinken.

Die Kathedrale war dann unser erstes Besichtigungsziel, hier Eindrücke von außen:

 

 

Innen war die Kathedrale ebenfalls sehr sehenswert, leider sind die Fotos nicht so gut geworden. Es gibt einen riesigen goldenen Altar, der nur schwer zu fotographieren ist:

Einander gegenüber stehen zwei dieser Orgeln:

Kunstvoll geschnitztes Chorgestühl:

Und, besonders witzig auch für die Kinder, ein großer Spiegel am Boden, in dem man die herrlichen Stuckdecken bewundern kann, ohne sich dabei eine Nackenstarre zu holen:

Der Glockenturm der Kathedrale, den ich besonders schön fand, konnte man besteigen, auf einem unendlich langen Wendelgang, immer im Kreis (genauer: Quadrat) herum, eingequetscht zwischen Reisegruppen und Schulklassen. Ich bekam fast einen Kollaps, vorallem wegen der Enge. Oben angekommen, musste man sich einen Platz an einem der Fenster erkämpfen, aber der Ausblick, auch schon durch die Fenster auf dem Weg nach oben hat die Strapaze belohnt:

Hier erst mal der Turm, dann die Blicke:

Blick über die Kathedralendächer:

… auf den Platz vor der Kathedrale und…

… die benachbarte Königsburg Reales Alcázares…

… und schließlich von ganz oben auf die gesamte Innenstadt. Im Hintergrund ist die Plaza Espana und rechts der Rio Guadalquivir mit seinen großen Brücken zu erkennen:

Zu Mittag haben wir uns dann mal wieder eine Paella in einer Bar gegönnt und nach dem Mittagessen sind wir durch die Universität zurück zur Plaza Espana gegangen. Dort gab es noch einen schönen grünen Park mit Spielplatz und schließlich haben wir noch die restliche Zeit bis zum spätnachmittäglichen Bus auf der schönen, oben vorgestellten Plaza verbracht.

Am nächsten Tag stand dann die Königsburg auf dem Programm:

Der Eingang, genau gegenüber der Kathedrale.

Diese Burg verschwindet im Stadtbild fast völlig, ist eigentlich nur von oben in ihrem ganzen Ausmaß zu erkennen, vielleicht der Hauptgrund, warum sie in ihrer Berühmtheit der Alhambra von Granada nachsteht. Was das Innere der Paläste und die Schönheit der Gärten betrifft, fand ich sie eigentlich noch schöner, als die Alhambra. Vielleicht auch nur, weil vieles bunter war. Aber urteilt selbst:

Und noch ein paar Bilder aus den Gärten, leider begann es dann zu nieseln, so hab ich nicht so viele. Zuerst ein Bild von unserem Mittagspausenplatz mit Ente: Julian war in seinem Element:

Und weitere Eindrücke vom Park:

Es gab einige frei laufende Pfauen – ich liebe diese bunten Vögel und Julian rannte ständig hinter ihnen her und wollte nicht verstehen,warum die dann wegliefen. Leider waren die alle zu faul, ein Rad für uns zu machen… schade!

Unsere letzten Stunden in Sevilla verbrachten wir dann noch mit einem Spaziergang am Ufer des Rio Guadalquivier und einem Besuch eines Festes – da gab es so leckere Süßigkeiten, eine große Tüte voll, für die ganze Familie. Mhmmm, da schwärm ich heute noch davon.

Achja, dieser Turm, der Torre del Oro am Fluss ist übrigens das Wahrzeichen von Sevilla: leider konnte man da nicht rein oder rauf:

Zum Schluss noch zwei Gebäude, von solchen und ähnlichen wimmelt es hier, was es genau war, kann ich nicht mehr sagen, das zweite gehörte jedenfalls zur Ausstellung von 1929, war der Pavillon eines südamerikanischen Landes, heute Botschaft, oder Hotel? Ich weiß es nicht mehr.

 

27. Tag, Do., 26. März

Die Entscheidung, ob wir nun noch ein letztes Mal hinunter an die Küste fahren sollten oder die verbliebenen Tage mit Stadtbesichtigungen verbringen sollten fiel uns dann doch nicht sehr schwer, obwohl wir Cordoba und die Renaissancestädtchen Baeza und Ubeda, die eigentlich noch auf dem Programm standen dafür streichen mussten: noch einmal ans Meer! Und auf dem Weg dahin liegt noch ein Nationalpark: die Donana (mit ~), Salzsümpfe am Delta des Rio Guadalquivir, berühmt für seine Vögel und die besondere Landschaft. Als Geographen war das für uns eigentlich Pflichtprogramm!

Wir habens nicht bereut, denn es hat unserer ohnehin schon abwechslungsreichen Reise noch mal eine ganz neue landschaftliche und mit El Rocio auch kulturelle Facette hinzugefügt.

Wir fuhren von Sevilla aus erst mal auf der Autobahn A 49 nach Westen und dann, bei Ausfahrt 48 über Almonte nach El Rocio. Erst mal fahren wir noch an dem Örtchen vorbei, können aber schon einen ersten Blick auf die dortige Wallfahrtskirch an einer Lagune erhaschen. Mehr davon später. Erst mal fahren wir etwa zwei Kilometer südlich von El Rocio auf den Parkplatz des Informationszentrums La Rocina. Hier können wir auf Holzstegen zu mehreren hölzernen Beobachtungsständen an einer Lagune wandern, von denen aus man Vögel beobachten kann. Leider hatten wir außer einem Kinderfernrohr keine geeigneten Ferngläser dabei, sonst hätten wir mehr gesehen. Aber auch so bekam man einen schönen Eindruck von der speziellen Landschaft. Um diese Jahreszeit war noch viel Wasser da:

Etwa 4 km weiter in den Park hinein führte ein Sträßchen zu einem Schlösschen, heute ebenfalls ein Informationszentrum.

Unser Womo-Führer behauptete, dass man dort in der Nebensaison auf dem Parkplatz nach Anfrage nächtigen könnte – das wäre ein Übernachtungsplatz nach unseren Vorstellungen gewesen – mitten in der Natur, ruhig und einsam, aber leider erwies sich das als falsch. Der Park werde abends geschlossen und wer noch auf dem Parkplatz stünde, rausgeschmissen. So schade um den tollen, großen Parkraum! Aber wir können auch verstehen, dass es hier Regeln geben muss, anders funktioniert Naturschutz eben nicht. So fuhren wir also zurück nach El Rocio, da gab es in jedem Fall einen Campingplatz und vielleicht auch eine freie Übernachtungsmöglichkeit.

Hier noch ein Kuriosum aus dem Nationalpark: Dort gibt es Luchse, die sind allerdings so scheu, dass man sie sicher nur äußerst selten und bestimmt nicht vom Auto aus zu Gesicht bekommt. Trotzdem gibt es folgende besondere Schilder entlang der Straße:

Nun aber zu El Rocio. Diese Dörfchen ist schon was ganz Besonderes. Erstens hat es eine ziemlich große und ganz hübsche Kirche, die Wallfahrtskirche Nuestra Senora del Rocio. Zweitens hat es einen ganz eigenen, ungewöhnlichen Charakter, denn seine Straßen und Plätze sind nicht geteert, sondern bestehen aus Sand, weißem, feinen Sand wie am schönsten Strand. Die Häuser haben nicht etwa Garagen vor dem Haus, sondern Holzbalken zum Anleinen von Pferden. Alles sieht ein bißchen aus, wie in einem Western. Drittens liegt es am Rand des Nationalparks, an einer großen Lagune, daran entlang geht eine Promenade, die widerum etwas von einem englischen Seebad hat. Und in der Lagune stehen Flamingos auf einem Bein herum und fischen. Eine kuriose und einmalige Mischung.

Wir suchten uns erst mal einen Platz für die Nacht. Wir fragten den Parkplatzwächter auf dem sandigen Platz vor der Kirche, wo auch die Autos parkten und der wies uns einen Platz neben einem anderen, holländischen Wohnmobil zu, mitten im Sand, mit Blick auf die Kirche und die Lagune – auch nicht der allerschlechteste Schlafplatz, vielleicht nur nicht ganz so ruhig… direkt neben einer Bar.

Der Blick aus dem Frontfenster:

Bennis Schuhe waren nach diesem Schlammbad nicht mehr sehr ansehnlich, das gab ein wenig Ärger mit seiner Mama. Aber ich konnte die Kinder gerade noch davon abhalten, mitten auf der „Straße“ anzufangen, im Sand zu buddeln.

Während Papa Abendessen kochte ging ich mit den Kindern schon mal eben rüber zur Kirche und da die Türen einladend offen standen, auch hinein.

Die Marienstatue in der Mitte des Altars wurde angeblich von einem Schäfer im Wald gefunden, was als Wunder galt. Ihr wurde dann diese Kirche gebaut und jährlich zu Pfingsten fallen bis zu einer Million Pilger in das 700-Seelen-Dorf ein und feiern eine als Wallfahrt getarnte Westernfete. Sie kommen zu Fuß, zu Pferd, mit Autos, Kutschen und Wohnmobilen, aus ganz Spanien und aus dem Ausland. Wie das dann aussieht, hab ich mal gegoogelt. Hier ist eine Seite mit Bildern, da kann man sich das Ganze dann etwas besser vorstellen: Bilder von der Wallfahrt nach El Rocio

An der Seite der Kirche sahen wir außen an der sonst makellos weißen Fassade schwarzen Russ. Hatte es da etwa gebrannt?

Eine nähere Untersuchung des Phänomens brachte die Ursache ans Licht: dort, wo die Bettlerin sitzt, befindet sich ein separater Raum für die geweihten Kerzen, drinnen wird klar, dass hier nicht immer so wenige in dem dafür vorgesehenen Gestell stecken dürften:

Der Raum ist über und über verrust und es ist auch so schon recht warm darin. Überall auf dem Vorplatz werden die Kerzen zum Verkauf angeboten.

Toll fanden wir auch die Schwalbennestdichte an der Kirchenfassade:

hier noch mal von Nahem:

Die Nacht in El Rocio war ruhiger als erwartet. Und da hatten wir Glück, denn der freundliche holländische Nachbar aus dem Wohnmobil nebenan erzählte uns am nächsten Morgen, dass es normalerweise in Nächten von Freitag auf Samstag lebhafter und auch lauter zugeht, Musik und Feiern in der Kneipe nebenan bis zum Morgen. ER war genau aus diesem Grunde hier an diesem Platz und etwas enttäuscht. WIR dagegen waren glücklicherweise verschont geblieben von Schlaflosigkeit. Warum, war weder ihm, noch uns klar.

Diese Reise ging noch etwas weiter, aber leider habe ich irgendwann die Energie zum Weiterschreiben verloren, es fehlen noch 3 Tage. Da es jetzt schon viel zu lange her ist und ich mich nicht mehr gut erinnere, lasse ich den Reisebericht unvollendet und gratuliere jedem, der es bis hierher geschafft hat, alles zu lesen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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