Ein Wochenende im Lahntal, Sommer 2012

Auch hier handelt es sich um einen älteren Blogeintrag in meinem alten Reiseblog „Freiheitaufvierraedern.blogspot“, den ich hierher kopiert habe. Wenn alle Beiträge umgezogen sind werde ich den gesamten Blog löschen. Als die Kinder noch etwas kleiner waren, haben wir die verlängerten Wochenenden um Christihimmelfahrt und Fronleichnam immer gerne für eine Kurzreise mit dem Wohnmobil genutzt, oft ins nahe Frankreich, Elsaß, Vogesen oder wie hier in eine nicht so ferne und auch sehr schöne deutsche Gegend. Das Lahntal mag ich besonders gerne, wir waren inzwischen noch öfter dort, dies hier war aber unser erster Ausflug dorthin an den ich mich noch sehr gut erinnere:

Freitag, 8. Juni

Wegen eines Kindergeburtstags am Donnerstag, dem Fronleichnamstag kamen wir erst am Freitag los – doch es hat sich gelohnt, denn das Wetter war zwar durchwachsen aber meist trocken und recht warm. Wir fuhren zuerst in die schöne Stadt Limburg an der Lahn, wo wir zu Mittag aßen und die Innenstadt mit dem Dom besichtigten. Leider haben wir hiervon keine Bilder.

In der Touristeninformation am Bahnhof von Limburg bekamen wir viele Vorschläge für Ausflüge in die Umgebung, das Lahntal lud zum Wandern ein und viele Burgen gab es auch…

Zuerst fuhren am Nachmittag dann zur Burg Balduinstein bzw. zum Schloss Schaumburg – zwei Namen für ein und das selbe Gebäude, hoch über der Lahn, gleich hinter Diez, lahnabwärts.

Man kann es an Samstagen und Sonntagen sowie Feiertagen auch besichtigen, aber darf von den Innenräumen nicht zu viel erwarten.

Wir standen an diesem Freitag Nachmittag erst mal vor verschlossenen Türen, was aber nichts machte, da wir an dieser schönen Stelle gleich bis zum nächsten Tag blieben, denn es war ein traumhafter Übernachtungsplatz mit Ausblick. Und so genossen wir den sonnigen Abend hier oben bis es eintrübte.

Samstag, 9. Juni

Nun war das Schloss offen. Von außen ist es sehr schön, der Blick auch, aber innen ist es noch etwas renovierungsbedürftig, viele geschichtliche Daten und Fakten sind für Historiker vielleicht interessant, aber für uns und die Kinder weniger… einige Räume sind noch mit ebenfalls sehr herunter gekommenen Möbeln bestückt, so dass ein klein wenig Schlossfeeling aufkommt – aber dieses Schloss von innen ist kein „Muss“ in meinen Augen. Aber wenigstens sind die Eintrittspreise moderat (2 EUR pro Erw. und 1 EUR pro Kind) und wenn man damit einen kleinen Beitrag zur dringend notwendigen Renovierung leisten kann, ist es auch gut angelegt.

Interessant: Die Vertäfelung mit Baumrinde-Schindeln an einem Teil des Schlosses.

Besonders empfohlen hat uns die Dame in der Touristeninformation in Limburg die Burg in Runkel, etwas Lahnabwärts von Limburg aus. Wir fahren dort hin und besichtigen erst mal die nun wirklich sehr schöne Burg, die aus einer Ruine und einem neueren, erhaltenen Teil besteht:

Die Besichtigungsrunde durch das Schloss führt an 18 nummerierten Punkten entlang, zu denen jeweils eine kurze Beschreibung auf dem am Eingang erhaltenen Faltblatt steht. Eine gute Aufgabe für den bereits eifrig lesenden größeren der beiden Söhne.

Blick vom Burgturm aus:

Nach einem Mittagessen im Wohnmobil brechen wir zu einer wirklich sehr schönen 12 km – Wanderung auf: von Runkel aus am rechten Lahnufer, hoch über dem Fluss auf den Steilhängen geht es bis nach Villmar, wo wir die Lahn queren. Auf der anderen Seite führt der Wanderweg wieder zurück nach Runkel. Eine gute Wegbeschreibung mit Bildern gibt es auch hier: http://www.westerwald-blog.de/2012/05/lahn-hohenweg-rundwanderweg-villmar-runkel-villmar/

Unsere Bilder:

Am Abend suchen wir einen Campingplatz auf, denn das erste Spiel der deutschen Mannschaft bei der EM 2012 steht an, das darf ich auf keinen Fall verpassen! Einen Fernseher haben wir nämlich nicht in unserem Wohnmobil. Normalerweise kein Thema, aber an diesem Tag schon! Da wir uns noch für die Lahnstädtchen Nassau und Bad Ems interessieren, fahren wir gleich bis nach Nassau, das Lahntal wird hier noch enger und romantischer und die Fahrt durch das Flusstal ist selbst schon sehr schön.

Wie erhofft gibt es auf dem Campingplatz eine Kneipe mit einem großen Fernseher und ich kann das Spiel gegen Portugal, das mit einem glücklichen Zittersieg 1:0 für Deutschland ausgeht inmitten gut gelaunter Camper sehen.

Sonntag, 10. Juni 2012

Trotz lautstarker Siegesfeiern auf dem Platz schlafen wir gut, bekommen am Morgen Sonntagsbrötchen und können sogar draußen frühstücken bis es beginnt zu regnen. Wir schauen uns noch die Innenstadt von Nassau an – nicht so der Renner, liegt aber schön an der Lahn und hat eine Burg, die hoch über der Stadt zu sehen ist. Wir sparen sie uns diesmal, da wir noch nach Bad Ems wollen und auch nach Sayn bei Koblenz zu den Schmetterlingen (siehe unten).

Ganz anders Bad Ems. Dieser Film hier gibt einen tollen Eindruck dieser wirklich wunderschönen Stadt! Man fühlt sich fast nach Marienbad oder Franzensbad versetzt – auch Bad Ems ist wie diese ein Kaiserbad, in seiner Pracht und Lage ganz einmalig!

Wir schlendern auf der Promenade am Ufer der Lahn entlang, probieren einen Schluck aus einer Heilquelle und fahren mit der Kurwaldbahn, einer sehr steilen Standseilbahn hoch hinauf in den Kurpark um die Kurkliniken. Hauptsehenswürdigkeit hier: ein Teich voll mit lautest quakenden Fröschen! Wir können uns nicht satt sehen an den vielen grünen Gesellen, die sich hier tummeln und die uns mindestens genauso neugierig wie wir sie aus dem Wasser heraus anschauen. Viel Laich im Teich beweist: hier fühlen sie sich so richtig wohl!

Ein Mittagessen hier oben gönnen wir uns auch: auf dem Balkon des kleinen Restaurants an der Bergstation der Standseilbahn mit einem ganz wundervollen Blick auf die Stadt und die Lahn.

Leider war die Kamera an diesem Tag in den falschen Händen, so gibt es nur ein Foto aus dieser Stadt:

Die orthodoxe Kirche am anderen Lahnufer.

Aber wir kommen wieder, denke ich, es gibt hier noch viele Sehenswürdigkeiten, wie diese Seite hier verspricht: http://www.bad-ems.info/html/cs_6636.html

Wir fahren weiter durch Koblenz, nach Sayn bei Bendorf. Hier, am Sitz der Fürstenfamilie zu Sayn-Wittgenstein-Sayn gibt es viel mehr zu sehen, aber uns interessiert heute nur der Schmetterlingsgarten:

Ein großes Gewächshaus beherbergt in einem tropischen Garten zahllose bunte, große und kleine Schmetterlinge. Man kann hindurch gehen und wenn man Glück hat, setzt sich sogar einer auf den Arm oder sonst wohin… wir ließen uns verzaubern:

Außer Schmetterlingen gab es noch ein paar andere Gesellen zu bestaunen:

Sehr schön und sehenswert! 1a – Top – Ausflugstipp!!

Dieser dreitägige Ausflug hat es wieder mal bewiesen: man muss gar nicht weit weg fahren, um was Schönes zu erleben, auch in Deutschland ist es sehr, sehr schön! Und es muss auch nicht immer ein wochenlanger Urlaub sein – auch drei Tag sind schon richtig erholsam, wenn man sie mit der richtigen Mischung aus Eindrücken füllt.

Bis zum nächsten Mal, mit vielen Grüßen

Annette


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