Rom an Ostern 2014

2014 waren wir in den Osterferien zwei Wochen in Rom, auch mit dem Wohnmobil, aber es war keine Rundreise. Trotzdem war es ein toller Urlaub, Rom ist ja auch eine der tollsten Städte überhaupt.

Hier kommt die Kopie des Reiseberichts, der auf meinem alten Blog erschienen ist.

Diese Reise war im Gegensatz zu unseren bisherigen Fahrten von vorneherein etwas anders geplant: Statt herum zu reisen und eine größere Gegend kennen zu lernen wollten wir uns dieses Mal hauptsächlich der Stadt Rom widmen und diese so gut wie möglich kennen lernen. Von früheren Reisen dort hin, einer Klassenfahrt vor 29 Jahren und einer Reise als Kind mit meinen Eltern sowie einem Kurzaufenthalt während einer Interrailreise durch Italien wußte ich ja bereits, dass Rom nicht in ein paar Tagen besichtigt werden kann, dass diese Stadt deutlich mehr Zeit und Aufmerksamkeit braucht.

Wir hatten den Wohnmobilführer „Mit dem Wohnmobil durchs Latium mit Rom, Abruzzen und zwei Meeren“ (Friedrich Riehl, Toshiko Riehl-Takada, Klaus Huber, aus dem Womo-Verlag) dabei, für den Fall, dass doch noch Zeit bliebe, sich dem Umland zu widmen, aber das war völlig unnötig. Unsere zwei Wochen Urlaub waren nicht zu lange für „Nur-Rom“, was aber auch daran lag, dass wir ab und zu krankheitsbedingt Pausen einlegen mussten und einige ganze Tage nur auf dem Campingplatz verbrachten. Aber auch, wenn wir diese noch gehabt hätten – es wäre noch genug „Rom“ dagewesen um die auch noch zu füllen… so ist es leider so, dass man fast noch mal hin müsste, weil es immer noch viele weiße Flecken auf der inneren Romkarte gibt.

1. Tag (Do., 10 April)

Wie schon so oft sind wir wieder am letzten Schultag nachmittags los gefahren – es gab dieses Jahr schon am Donnerstag Ferien – und haben unseren schon vertrauten Übernachtungsplatz in Bad Bellingen angefahren. Leider mussten wir feststellen, dass die Gebühr für den Platz inzwischen auf 15.80 EUR erhöht wurde, ohne Strom und sonstiges, einfach nur fürs Stehen. Beim nächsten Mal werden wir uns wohl auf die Suche nach einem kostenfreien Platz machen und diesen den Kurgästen überlassen, denn der Platz liegt direkt am Kurbad, wo man sich auch anmelden muss.

2. Tag (Fr., 11.April)

Am zweiten Tag schaffen wir den größten Teil der Strecke: die Fahrt durch die Schweiz, durch den St. Gotthart, ist wie immer sehr schön, am Tunnel gibt es nur einen minikleinen Stau diesmal (die entzerrten Ferienanfangstermine in Deutschland machen sich hier sicher bemerkbar) und wir erreichen schnell italienischen Boden. Nach der Umfahrung von Mailand, am frühen Nachmittag zwar verkehrsreich aber ohne größere Verzögerungen gut machbar fahren wir auf der A1 weiter nach Süden, vorbei an so bekannten Orten wie Modena, Bologna und Florenz. Nach dem Durchfahren der Poebene wird es auch wieder landschaftlich interessant mit den Ausläufern der Abruzzen und der herrlichen Toskana. Kurz vor Dunkelheit suchen wir einen Übernachtungsplatz – der Womo-Führer empfiehlt das toskanische Städtchen Monte San Savino als Zwischenstop und nach etwas Suchen finden wir auch den großen, kostenfreien Stellplatz mit Entsorgung am Rand des Ortskerns.

 

3. Tag (Sa., 12. April)

Nach einer ruhigen Nacht und einem Einkauf beim Bäcker um die Ecke erkunden wir noch für zwei Stunden den verschlafenen Ort, der zum Italien-Einstieg ganz nett ist, uns aber nach unserer Toskana-Reise vor zwei Jahren nicht vom Hocker reist. Die Lage ist aber wirklich sehr schön:

und es gibt auch eine Art Amphietheater  wo sicher noch ab und zu Aufführungen stattfinden.

Das Wetter ist kühl und bedeckt und es zieht uns weiter zum Ziel unserer Reise, einem Campingplatz in Castel Fusano bei Ostia an der Küste westlich von Rom.

Viel Verkehr gibt es noch einmal, je näher man der Hauptstadt kommt, aber wie gehabt klappt alles ohne Staus und wir bringen die römische Umgehungsautobahn schnell hinter uns – leider bietet sie noch keinerlei Einblicke in die Stadt, noch nicht mal den Petersdom kann man sehen. Eine schöne Schirmpinienallee, vierspurig und für hohes Verkehrsaufkommen ausgelegt führt von der Rom-Umgehung schnurgerade bis zum Meer. Wie immer ein großes Hallo ist der erste Blick auf die blaue See, der sich am Ende auftut. Entlang der Küste geht es nun bis zum gut ausgeschilderten Campingplatz „Camping Internazionale Castelfusano“, dem einzigen in Romnähe, der direkt am Meer liegt. Und auch das stimmt nicht ganz, denn er ist vom Strand durch eine breite Straße getrennt. An diesem Strandabschnitt, der von Rom aus am schnellsten zu erreichen ist reihen sich Strandbad an Strandbad, Bars, Restaurants und Clubs vervollständigen das Angebot. Aber um diese Jahreszeit ist noch alles ziemlich ruhig bzw. geschlossen, den Rummel, der hier im heißen römischen Sommer herrscht will ich mir lieber nicht vorstellen – aber für unseren Osterurlaub ist es ganz ideal hier, wir statten dem Meer und dem Strand auch gleich am selben Nachmittag noch einen Besuch ab und ich bin mal wieder erstaunt, wie selbstvergessen zwei inzwischen schon 8 und 10 Jährige Jungs mit einer Schaufel und einem Eimer an einem Strand spielen können. Dazu kommen noch ein paar nicht sehr spektakuläre Muscheln, die man finden und einsammeln kann – so einfach kann Kinderglück sein. Wir Erwachsenen haben es da schon schwerer, uns ist es eindeutig zu kalt und zu windig obwohl die Sonne inzwischen heraus gekommen ist.

Hier ein paar Eindrücke des Campingplatzes, der uns gut gefällt, er ist sauber, von vielen südlich anmutenden Steineichen und anderen Bäumen beschattet und noch sehr leer – in den nächsten zwei Wochen wurde es dann etwas voller, aber der Platz ist riesig und kann noch ganz andere Massenanstürme verkraften.

 

 

 

 

4. Tag (So., 13 April)

Den Sonntag nutzen wir um uns von der Fahrt zu erholen und auf dem Platz anzukommen. Das Vorzelt, das nur sehr selten zum Einsatz kommt wird aufgebaut, denn dieses Mal lohnt es sich – wir wollen mindestens eine Woche bleiben – am Ende wird es dann sogar der ganze Urlaub.

Ein Strandspaziergang und ein wenig windgeschütztes Sonnen am Strand stehen natürlich auch auf dem Programm – an diesem Tag graben die Kinder ein tiefes Loch in den Sand und schließlich passierte das „Wunder“: Sie haben Wasser entdeckt! 😉

 

5. Tag (Mo., 14. April)

Unser erster Rom-Tag. Vom Campingplatz fährt am Vormittag ein öffentlicher Bus in wenigen Minuten bis zur Bahnstation Cristoforo Colombo, der Endstation der S-Bahn, die Ostia und Rom verbindet. Hier schön zu sehen.

Dort fährt alle 10 oder 15 Minuten eine Bahn ab. Man kann die Strecke auch laufen, aber nur entlang der Straße und es dauert dann doch so 20 Minuten und da Rombesichtigungen ja auch sonst sehr laufintensiv sind, sparen wir uns das und nehmen den Bus. Zwei Tickets (je eins für Hin- und Rückfahrt) für eine einfache Fahrt à  1,50 EUR für uns Erwachsene und das ältere Kind reichen (Kinder unter 10 sind frei) – sie gelten 100 Minuten lang und man kann bequem jedes Ziel in Rom erreichen. Eine Tageskarte kostet einiges mehr und innerhalb Roms muss man nicht unbedingt Bus fahren bzw. U-Bahn, zumal diese sowieso mit nur zwei Linien (eine weitere ist im Bau) nicht überall hin fährt. Wir waren jedenfalls innerhalb Roms immer zu Fuss unterwegs.

Die Fahrt geht dann so etwa eine halbe Stunde, an der letzten Station kann man direkt in die Metro-Linea B umsteigen, an der Station Piramide

(auch in Rom ist der Tierschutz ein Thema, das Plakat hat mir so gut gefallen – beim Hund steht: mich liebt man, beim Schaf: Mich isst man. Sollte man mal drüber nachdenken.)

Heute aber steht der Petersdom auf unserem Programm, den wollen wir noch besichtigen bevor der Osterrummel los geht, und ich denke, das war eine gute Entscheidung, denn auch an diesem Tag musste man schon etwa eine Stunde an den Sicherheitsschleusen anstehen.

Wir nahmen also an der S-Bahn-Station S.Pietro den Bus Nr. 23 und ließen uns in etwa einer Viertelstunde zum Vatikan befördern, es war ein richtiges Abenteuer: Busfahren in Rom ist vorallem eins: laut! Die oft gepflasterten Straßen und viele Straßenbahnschienen führen dazu dass der Bus schepperte und klirrte, was das Zeug hielt, und der Busfahrer fuhr außerdem haarsträubend. Ich fands klasse, aber war dann doch froh, als wir ankamen.

Der Petersplatz war voller Menschen, die Bestuhlung für die Ostermesse war bereits installiert und wir reihten uns geduldig in die Schlange ein, die sich vor den Sicherheitsschleusen gebildet hatte – allen verlockenden Angeboten für viel Geld die Schlange zu überspringen („Skip the line“) widerstehend. Wie am Flughafen muss man sein Gepäck durchleuchten lassen und durch eine Schleuse gehen. Die beiden Taschenmesser in unseren Rucksäcken haben sie aber trotzdem nicht gefunden – es ist also nicht notwendig, diese vorher in die bereit gestellten Papierkörbe zu werfen, wie es offensichtlich schon viele gemacht hatten. Wir hatten während des Wartens viel Zeit für Fotos, hier ein paar davon – das Wetter war super, übrigens fast durchgehend während unseres Urlaubs, so dass ich dieses Mal besonders viele gute Fotos machen konnte – nur leider oft mit vielen Menschen drauf, wofür ich mich entschuldige, aber das ist eben so an Ostern in Rom.

 
Hier wacht die legendäre Schweiter Garde

Hier sind wir bereits durch die Schleusen durch und nähern uns dem Gotteshaus:

Und dieses Bild ist vom Eingangsportal aus gemacht:

Der Innenraum dieser Kirche ist kaum in Bildern und auch nicht in Worten wieder zu geben. Er ist einfach riesenhaft groß, wie eine überdimensionale Bahnhofshalle, dazu voll von Menschen und natürlich sehr pompös ausgestaltet – besonders faszinierend ist der Blick in die gigantische Kuppel und natürlich das berühmte Kunstwerk von Michelangelo, die Pietà – hinter Panzerglas, nach dem einmal ein Säureanschlag auf sie verübt worden war:

 

 

Ein weiteres Highlight ist diese bronzene Petrusstatue, die schon viele Jahrhunderte alt ist: es ist unter den gläubigen Katholiken üblich, ihren rechten Fuß zu küssen oder zu berühren, wovon er bereits ganz gescheuert ist. (der linke wird, wie man sieht auch genommen).

Und hier die Apsis hinter dem Altar – bei sonnigem Wetter leuchtet das schöne kleine Fenster mit der Taube hier besonders hell:

Nach Besichtigung des Innenraums, der gigantischen Seitenkapellen (jede einzelne größer als die Hauptkirche hier in unserem Städtchen) und des Altarraums, den ich leider nicht auf Bildern eingefangen habe, stand die „Besteigung“ der Kuppel an. Wahlweise kann man mit dem Aufzug bis auf Dachhöhe fahren und dann die restlichen 320 Stufen nach oben steigen (7 EUR) oder insgesamt Treppen steigen (551 Stufen, 5 EUR). Anstehen muss man in beiden Fällen, mit ca. einer halben Stunde kamen wir noch ganz gut weg. Der Aufstieg innerhalb der Kuppel ist ein Abenteuer für sich und unbedingt zu empfehlen, es sei denn man ist gehandicapt, hat Klaustrophobie (im Volksmund „Platzangst“) oder mehr als nur ein wenig Übergewicht – es ist sehr eng, die Wände werden immer schräger, man ist in der Menschenmenge eingepfercht, die hinter und vor einem aufsteigt und stehen bleiben und verschnaufen ist nur in einigen Fensternischen möglich.

Für Kinder ist es es ein Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen werden und auch ich bin ein viertes Mal in meinem Leben dort hoch, obwohl ich wußte, was auf mich zu kommt. Dieser Ausblick, bei diesem Wetter lohnte alle Strapazen (und so schlimm wars dann gar nicht):

Weitere Blicke von der Kuppel:

 

 

Blick auf die vatikanischen Gärten

Am schlimmsten ist die Enge oben auf dem schmalen Balkon der Kuppel, denn niemand will da so schnell wieder runter wenn er erst mal oben ist.

Beim Abstieg oder Aufstieg ist es auch unbedingt zu empfehlen, den Innenbalkon der Kuppel zu besuchen, von dort aus hat man einen Wahnsinnsblick hinunter in die Kirche, ist dem wunderschönen Kuppelhimmel ganz nah und fühlt sich wie ein Vogel, so hoch oben über den Menschenmassen der Kirchenbesucher.

 

Man muss auch wenn man nicht ganz schwindelfrei ist keine Angst haben, denn der Wandelbalkon ist bis zur Decke mit einem festen Gitter versehen, was den Blick und die Fotomöglichkeiten etwas einengt, aber doch ein gutes, sicheres Gefühl gibt auch für die Kinder.

Das letzte Highlight beim Abstieg ist dann noch der Walk übers Kirchendach mit schönem Blick zurück auf die Kuppel und einen großen Souvenirshop sowie ein Café gibt es dort auch:

 

Für die vatikanischen Museen haben wir uns einen Extratag vorgenommen, es ist auch schon Nachmittag und wir schlendern langsam vom Petersdom und Petersplatz weg in Richtung Engelsburg und Engelsbrücke. Natürlich findet sich auf der Strecke auch eine Eisdiele für das erste römische Eis – sicher das teuerste Eis unseres bisherigen Lebens, aber es schmeckt.

Es folgen noch ein paar Bilder von der Engelsburg und der Engelsbrücke sowie Rückblicke zum Peterdom:

 

 

 

 

 

Die Engelsburg ist ein antikes Bauwerk aus dem 2. Jahrhundert nach Chr. Es wurde ursprünglich als Mausoläum für den römischen Kaiser Hadrian erbaut. Während der römischen Pest (590 n. Chr.) erschien Papst Gregor dort angeblich der Erzengel Gabriel und danach war die Stadt von diesem Übel befreit. Seit dem trug das Gebäude den Namen Engelsburg. Der bronzene Engel wurde aber erst viel später, Mitte des 18. Jh. oben drauf gesetzt, er löste eine Marmorstatue aus der Mitte des 16. Jh. ab.

Die Engelsbrücke, die schönste erhaltene antike Brücke der Stadt ließ Kaiser Hadrian als direkten Weg über den Tiber zu seinem Mausoläum bauen. Erst im 17 Jh. wurden die zehn marmornen Engel von Bernini hinzu gefügt, die ihr heutiges Erscheinungsbild ausmachen. Zwei davon sind auch schon nicht mehr die Originale. Diese stehen in der Kirche San Andrea delle Fratte, die wir am 9. Tag besichtigt haben.

Um wieder zurück zu kommen sind wir dann noch bis zur Piazza di Spagna durch die Stadt gelaufen, wo sich eine Metrostation befindet.

 

 

Die Piazza di Spagna

 

Die spanische Treppe

6. Tag (Di., 15. April)

Gemütlicher Tag auf dem Campingplatz bzw. am Strand wegen starker Kopfschmerzen bei mir.

7. Tag (Mi., 16. April)

Das Colosseum und das Forum Romanum sind wohl zusammen mit dem Vatikan die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Roms, deshalb sind sie gleich am zweiten Besichtigungstag dran. Zuerst wollen wir das Colosseum besichtigen. Nach dem Ausstieg aus der Metro an der Station Colosseo steht man direkt davor: jedes Mal wieder ein erhebendes Erlebnis, dieses gigantische Bauwerk so nah zu erleben.

 

Leider haben an diesem Tag viele Menschen die selbe Idee und es heißt Anstehen – ausgerechnet noch im Schatten des Gebäudes, wo man an diesem kalten Morgen noch viel mehr friert. Und man schaut dann doch etwas neidisch auf die Leute, die einen Rom-Pass haben und an der Schlange vorbei gehen dürfen – dennoch sollte man sich gut überlegen, ob der Rom-Pass für die eigenen Zwecke wirklich die richtige Lösung ist.

Inzwischen kann man nur noch ein Dreifachticket an der Colosseumskasse kaufen, das gilt für das Colosseum, das Forum Romanum und den Palatin-Hügel und kostet 12 EUR, ermäßigt 7,50 EUR, U18 und Ü65 frei. Wenn man sie verliert hat man natürlich Pech, es sei denn, man hat Glück, so wie ich. Als ich gerade feststellte, dass ich sie verloren habe, lag neben mir auf dem Boden schon eine Neue, dass es nicht meine war merkte ich daran, dass es eine ermäßigte war – und ich kam trotzdem damit in beide anderen Sehenswürdigkeiten rein. Danke, Universum… 🙂

Endlich im Innenraum angekommen halten wir uns lange in den alten Mauern auf, hier ist es geschützt und warm und man bekommt schon einen gewissen Eindruck davon, wie es hier mal war, als noch Seeschlachten in dem Rund stattfanden (man hat dafür einfach den Innenraum geflutet) bzw. Löwen und Tiger auf Christen losgingen – naja, vorstellen kann ich mir nicht, dass man sich sowas damals gerne ansah. Brot und Spiele – damit wurden die Bürger damals abelenkt und bei Laune gehalten, damit sie nicht gegen die absolutistischen Herrscher aufbegehrten – ein heute wieder sehr aktuelles Mittel.

Hier einige Eindrücke von unserem Rundgang durch das Oval des Amphietheaters:

 

 

 

So hat es einmal ausgesehen, zur Beschattung der Zuschauerränge hat man gigantische Sonnensegel aufgespannt.

Und hier eine überhöhte Zeichnung des schon teilweise zerstörten Zustandes:

Besonders schön auch die Ausblicke durch die vielen Bogenfenster auf die Umgebung, die immer wieder ein lockende Fotomotiv für mich waren:

 

Blick zum Palatinhügel hinüber

 

Der Palatin

 

Diese Säulen gehören schon zum Forum Romanum

 

Leider leider z.T. eingerüstet: Der Triumphbogen des Kaisers Konstantin

Und hier noch Ausblicke von den Aussichtsbalkonen des Colosseums hinüber zum Forum Romanum, zum Palatin und auf den Konstantinsbogen

 

 

Nach einer Mittagspause am Rand des Colosseum-Geländes, in der wir zusehen können, wie die Polizia die unzähligen wirklich lästig gewordenen Straßenhändler verjagt, die sich auf das Gelände getraut haben und auch uns ihren Kram – Sonnenbrillen, Knautschbälle, Quietschegummischweine zum auf den Boden schmeißen, Halstücher etc. – ständig aufdrängen wollen. Mein Rat, auch wenn es einem netten freundlichen Menschen wie mir schwer fällt, ist es, nicht auf sie zu reagieren, sobald man reagiert hat man sie am Hals, sie laufen sogar hinter einem her und gehen mit dem Preis bis zur Hälfte runter – einmal habe ich den Fehler gemacht. Das ist etwas, das ich so von meinen früheren Romfahrten nicht kenne und auch vor drei Jahren in Venedig, wo es diese Straßenhändler auch gab, habe ich nie erlebt, dass sie lästig und aufdringlich werden.

Nach dem Essen geht es weiter über den Palatinhügel (ältester Siedlunghügel der Stadt), wo sich auch viele antike Ruinen befinden und wo auch das Haus bzw. die Höhle des Stadtgründers Romulus erst kürzlich entdeckt wurde. Zusätzlich bietet er eine schöne grüne Parkatmoshäre. Vorbei am Konstantinsbogen, hier noch mal aus der Nähe:

den Hügel hinauf durch den Park

hinauf zu den Resten des Domitianspalastes

 

 

Hier oben finden sich noch viele weitere antike Reste und auch noch sehr gut erhaltene römische Wohnhäuser mit Wandbemalung, die aber heute nicht zugänglich waren. Auch der schöne Blick hinunter zum Circus Maximus ist wegen Bauarbeiten für uns leider nicht zu genießen. Sehr empfohlen wird im Reiseführer auch der Besuch des Museo Palatino, wir haben es uns aber gespart, es war einfach zu schönes Wetter für ein Museum und wir hatten ja noch das Forum Romanum vor uns.

Vom Palatin gelangt man direkt in den Bereich des Forum Romanums, man muss nicht mehr durch einen Extra-Eingang, wenn man vom Palatin kommt, ab dem Titusbogen befindet man sich auf dem Forum.

 

 

Das Forum selbst, das politische und religiöse Zentrum des antiken Rom ist sehr weitläufig, es gibt unzählige Gebäudereste, vieles wird auf Schildern erklärt, dazu hat man den Reiseführer, der einen informiert, aber letztendlich zählt für mich hier der Gesamteindruck, den Rest kann ich mir sowieso nur kurz merken. Deshalb hier einige Bilder damit auch Rom-Neulinge einen Überblick bekommen.

Am anderen Ende des Forums gibt es noch einen dritten Triumphbogen, den Septimus-Severus-Bogen, es ist einer der größten der Antike, daneben die Curia, das vollständig erhaltene, wie eine Kirche aussehende Gebäude. Hier tagte der römische Senat. (leider geschlossen bei unserem Besuch)

Nach ausgiebigem Aufenthalt auf dem Forum machen wir uns auf den Weg zur Metrostation Cavour, von wo aus es zurück nach Ostia geht.

7. Tag (Do., 17. April)

Morgens hustet unser Jüngster ganz fürchterlich und wir verordnen ihm Bettruhe, damit es schnell wieder besser wird. Wir verbringen den Tag auf dem Platz bzw. fahren nur ein Stück weit Richtung Rom hinein zum Einkaufen.

8. Tag (Karfreitag, 18. April)

Wir fahren wieder nach Rom, nachdem die Reisegruppe wieder einigermaßen fit ist und nehmen uns nun unsere erste Tour durch die römische Altstadt vor – Ausstieg wieder an der Haltestelle Colosseo und von dort aus geht es zu Fuß die breite Via del Fori Imperiali hinauf bis zur Piazza Venezia. Wir freuen uns, dass die Straße heute für den Verkehr gesperrt ist und genießen den Marsch, flankiert von Roms größten antiken Sehenswürdigkeiten rechts und links der Straße. Die Sperrung dauerte die gesamte Osterwoche, es sollte nicht das letzte Mal bleiben, dass wir das konnten, Bilder kommen später noch.

Unser Innenstadtspaziergang startete am Pantheon auf der Piazza della Rotonda. Das berühmte Pantheon ist das am besten erhaltene antike Bauwerk Roms und war früher ein allen römischen Göttern geweihter Tempel – schon früh, im 7. Jh. n. Chr. wurde es vom Christentum übernommen und als Kirche erhalten und gepflegt.

Wie bei allen römischen Kirchen ist der Eintritt frei und es waren nicht wir alleine, die an diesem Tag das Pantheon sehen wollten: Hier meine Bilder von außen und innen:

 

 

 

 

 

Nach einer Mittagspause am Pantheon

geht es weiter zur Piazza de la Minerva mit der Kirche „Santa Maria Sopra Minerva“. Schon auf dem Platz vor der Kirche ist die erste Sehenswürdigkeit zu bewundern, eine Elefantenskulptur von Bernini, die einen Obelisken auf dem Rücken trägt.

Das Innere der Kirche gefiel uns vor allem wegen der blauen Decke besonders gut, hier ein paar Bilder

 

 

 

Besonders schön auch die Rosettenfenster, die wie Mandalas aufgebaut sind:

In der Umgebung der Kirche findet man einige Läden in denen es „Mode für Geistliche“ gibt. Schick, muss ich sagen, ich möchte nicht wissen, was solche prunkvollen bestickten Gewänder kosten – naja, die Kirche hats ja, jedenfalls in Rom. Es fällt hier total auf, dass alle Kirchen in einem einwandfreien Zustand sind, es gibt kaum Renovierungsbedarf. Gut finde ich allerdings, dass die Kirchen hier allesamt keinen Eintritt kosten, selbst der Petersdom nicht (nur die Kuppel).

 

Weiter geht es durch die Gassen, vorbei an der verschlossenen Kirche „Sant’Ivo della Sapienza“ mit ihrer schönen Spiralkuppel, ein Meisterwerk von Borromini.

zur Piazza Navona, dem Herz der römischen Altstadt. Hier ist es sicher abends am schönsten, aber auch unser nachmittäglicher Besuch lohnt sich:

Der längliche Platz, der im ersten Jahrhundert n. Chr. von Domitian als Stadion mit Tribünen für sportliche Wettkämpfe und Gladiatorenkämpfe angelegt worden war, zeichnet sich heute vor allem durch seine drei Brunnenanlagen aus: am berühmtesten ist der größte von Ihnen, in der Mitte des Platzes: der Vierflüssebrunnen (Fontana dei Quattro Fiumi von Bernini).

 

 

 

 

Hier noch die Eindrücke von der Piazza und den beiden anderen Brunnen an den beiden Stirnseiten:

 

 

 

Auf dem Platz herrscht, wie man sieht ein unglaubliches Leben, es gibt Straßenkünstler und viele Cafés. Für uns ist es aber nur ein Zwischenstop, wir wollen noch die Altstadtgassen westlich der Piazza Navona durchstreifen, an diesem sonnigen Tag ist es hier angenehm schattig und es gibt viele schöne Geschäfte, auch Kunsthandwerker und echte Künstlerateliers.

 

Einen kleinen Abstecher lohnt die „Chiesa Nuova“, direkt am vielbefahrenen und latuen Corso Vittorio Emmanuele II. gelegen. Sie zählt zu den größten Barockkirchen Roms und innen ist es ruhig und prächtig, hier ein Foto:

Auch unser Sohn hat dort „sein“ Café:

Dort sind wir nicht eingekehrt, aber auf der Suche nach einer Eisdiele mit Granite-Eis (gecrushtes Fruchtsirupeis), das Julian und ich so gerne mögen, sind wir schließlich fündig geworden. Kurz bevor die Via Tor Millina wieder auf die Piazza Navona mündet, auf der linken Seite finden wir die Eisdiele „Quinto“. Es ist die vielleicht beste Eisdiele Roms, das Eis wird mit frischen Früchten zubereitet, auch im Granite sind frische Früchte neben dem Fruchtsirup und der 0,5 Liter Becher ist einfach nur ein großer Genuss.

Auf dem Rückweg zur Metrostation nehmen wir quasi noch im Vorbeigehen so einige Sehenswürdigkeiten mit und kommen auch an diesem hübschen Holzladen mit Pinochhio und Co. vorbei. Man kann sogar bei der Herstellung zusehen und die Kinder vor dem Laden als Pinochio bzw. zusammen mit Pinocchio fotografieren lassen:

Weiter gehts über die Piazza di Pietra mit einigen gut erhaltenen antiken Säulen

und die Piazza Colonna mit der Marc-Aurel-Säule

zur Fontana di Trevi, dem Trevibrunnen:

 

Hier habe ich nun schon drei Mal eine Münze hinein geworfen und drei Mal bin ich wieder gekommen – es scheint also zu stimmen, was man über den Effekt eines Münzwurfs in den Trevibrunnen sagt, nämlich, dass man dann wieder kommt. Diesmal habe ich das meinem Jüngsten überlassen – mal sehen, ob es wirklich das letzte Mal war. Ich glaubs ja nicht.

Der Trevibrunnen ist ja toll, aber wegen des Megarummels, der dort herrscht will man sich auch nicht zuu lange dort aufhalten. Es geht weiter zur Metrostation Barbarini über den Quirinals-Hügel (auch einer der sieben Hügel, auf denen Rom erbaut wurde, aber ein kleiner) und damit endet dann auch dieser eindrucksstarke Rom-Tag.

8. Tag (Sa., 19. April)

Dies ist der erste und einzige Regentag unserer Reise und wir gönnen uns lieber einen weiteren Ausruhtag im Wohnmobil.

9. Tag (So., 20. April)

Wieder ist – nach dem morgendlichen Ostereiersuchen auf dem Campingplatz – ein Innenstadt-Rundgang angesagt. Schön und unvergesslich: der Walk über die Via dei Fori imperiali zwischen Kolosseum und Piazza Venezia, die auch heute für den Verkehr gesperrt ist.

Es herrscht Volksfeststimmung, ganz Rom scheint auf den Beinen zu sein und etwas Feiertagstimmung kommt auch rüber durch die aufgestellten Projektionswände, auf denen die Papstmesse auf dem Petersplatz übertragen wird. So haben wir ihn doch „live“ gesehen, den Papst, wenn auch über eine Leinwand. Aber wenn wir auf dem Petersplatz gewesen wären, wäre es sicher auch nicht anders gewesen.

 

Die erste Sehenswürdigkeit des Tages ist die Kirche San Ignazio di Loyala an der Piazza San Ignazio.

Die Jesuitenkirche hat innen einige Besonderheiten: eine „Scheinkuppel“ die lediglich ein perspektiviesches Gemälde ist und die Tiefe nur vortäuscht, sowie ein ebenfalls perspektivisches Deckengemälde:

Auch der Rest der Kirche ist schön ausgemalt, hier die Apsis hinter dem Altar:

Das Schönste hier ist für mich aber ein ganz besonderes, modernes Kunstwerk: Eine hölzerne EINE WELT – KIRCHE, die symbolisch für die Gemeinsamkeiten aller Weltreligionen steht. Rundum sind Kirchen, Tempel und andere Gotteshäuser aus aller Welt zu sehen, bzw. der Stil der Kirchen dort wurde nachempfunden, ich glaube, sie stellen kein bestimmtes Gebäude dar, nur den Stil, der typisch für das jeweilige Land ist. Leider fehlen an einigen Stellen Gebäude, es ist nicht klar, ob sie noch dazu kommen, das Ganze also noch nicht fertig ist, gestohlen wurden (was ich eigentlich nicht glaube), oder was sonst mit ihnen ist. Trotzdem: hier kommen viele Bilder von diesem Kunstwerk, das mich wirklich begeistert hat:

 

 

 

Als nächstes steuern wir die Ara Pacis an, eine Sehenswürdigkeit, zu der ich eine besondere Beziehung habe – als wir in der elften Klasse hier auf Klassenfahrt waren, hatten wir einen speziellen Auftrag unseres Lateinlehrers (er war nicht mit gefahren), die lautete: „Leid, schaud eich die Ara Bacis an, des mussma gseng ham!“ (Frei aus der Erinnerung zitiert) Jener Lehrer war ein Urfranke aus Ferth (Fürth) und ein echtes Original. Ich sehe ihn heute noch vor mir, wie er neben seinen berühmten Sätzen „Spordd is Mordd“ und „Leid, jetzt müssma abba amol nuch a bor meter übersedsn“ auch den Begriff „ara bacis“ unsterblich für mich machte. (Er war übrigens ein guter Lehrer, wegen ihm habe ich sogar Latein als Leistungskurs gewählt).

Seit jenem Rombesuch hat die Ara Pacis übrigens eine neue „Behausung“ bekommen, ein supermodernes Museumsgebäude, das Unsummen verschlungen haben muss – der Eintritt ist ganz schön teuer! Aber es ist wirklich ein ganz besonderes Museumsstück, das darin steht – noch sehr gut erhalten und ein Zeugnis der gottgleichen Verehrung, die die römischen Kaiser z.T. bereits zu Lebzeiten erfahren haben. Interessant auch ein Modell, wie es früher, zur Zeit des Augustus hier ausgesehen hat.

 

 

 

Neben der Ara Pacis steht das Mausoleum des Augustus, sein Grabmal für ihn und seine Familie also, aber im Gegensatz zum Altar ist es leider sehr verfallen und heruntergekommen. Dennoch ist es durch seine Größe beeindruckend:

Wir kehren auf die Via del Corso zurück und genießen die vielen schönen Geschäfte – mein Highlight: ein Desigual-Store (Frauen werden wissen…) und die Straßenkünstler

und bummeln uns langsam zur Piazza di Populo durch.

Dieser riesige Platz hat ein völlig anderes Flair als die Piazza Navona, ist aber auch was ganz besonderes: Zwei identische Kirchen begrenzen ihn im Süden:

auf der anderen Seite sieht es so aus:

Der Obelisk in der Mitte, flankiert von vier Löwinnen, diente uns dann auch als Pausenplatz von dem aus wir auch wieder Straßenkünstler beobachten konnten

bevor wir diesen Aussichtpunkt hier, an der Ostseite des Platzes erklommen:

Von oben hat man wie so oft in Rom wieder eine schöne Aussicht auf den Platz, die Stadt und den Petersdom:

 

Und auch in die andere Richtung, hinüber zur Piazza Venezia mit dem Altare della Patria (Vittoriano)
Wieder unten wandern wir die Via dei Babuino wieder runter Richtung Piazza di Spagna. Dort werfen wir einen zweiten Blick auf die berühmte Treppe und gehen dieses Mal auch hoch:

 

 

Durch die Via Propaganda gelangt man zur Kirche San Andrea delle Fratte. Auf den Fotos sieht man auch zwei große Engelstatuen, rechts und links des Altarraums. Diese Originale von Bernini standen ursprünglich auf der Engelsbrücke von wo sie Papst Clemens der IX. abmontieren ließ und in diese Kirche bringen, angeblich, weil sie ihm so gut gefielen. Für die Brücke ließ er Kopien anfertigen.

 

 

 

Hier noch ein paar weitere Bilder des Kircheninnenraums – auch eine wunderschöne Kirche, mal nicht ganz so groß.

 

 

 

Dieser Tag endete mit einem ausgiebigen Einkauf, einem Eis auf der Piazza Silvestro und der üblichen Heimfahrt von der Metrostation Colosseo aus. Fast wären wir nicht mehr raus gekommen aus der Stadt, denn an diesem Ostersonntag Spätnachmittag begannen wohl alle Römer, in ihre Stadt zu strömen, es war unglaublich voll!

10. Tag, (Mo., 21. April)

Auch den Ostermontag verbrachten wir in Rom, es sollte wieder ein sehr schöner Tag werden:

Als erstes wollten wir uns mal das Vittoriano näher anschauen, der Ausblick vom Dach aus wird gerühmt. Früher war das neoklassizistische Nationalmonument, das erst zwischen 1895 und 1911 als Symbol für das geeinte Italien erbaut wurde. Der Auftraggeber war Vittorio Emanuele II., der erste König von Italien für die Öffentlichkeit gesperrt, erst seit einigen Jahren kann man hinein und hinauf und es findet sich auch ein Museum in dem Gebäude

 

Auf das Dach fahren wir wegen der langen Schlange vor dem Glasaufzug und wegen des relativ hohen Preises von 7 EUR pro Person dann doch nicht, aber schon vom Balkon aus hat man eine einzigartige Aussicht aufs antike Zentrum der Stadt:

Blick auf das Trajansforum
Blick aufs Forum Romanum
 
Möwen gibt es in der Stadt ebenso selbstverständlich wie Tauben

Als nächstes geht es die Stufen hinter dem Monument hinauf zum Kapitolsplatz. Hier findet sich auch eine kleinformatige Kopie des berühmten Wahrzeichens von Rom, die etruskische Bronzestatue einer Wölfin mit den Kindern Romulus und Remus:

Das Original findet sich hier oben in den kapitolinischen Museen, die wir uns wegen des schönen Wetters auch gespart haben.

Den Kapitolsplatz ziert ein Reiterstandbild von Marc Aurel. Sie ist antik und entging der Zerstörungswut des mittelalterlichen Christentums, das wohl sehr viele antike – für sie heidnische – Kunstwerke vernichtete. Man hielt sie für ein Bildnis des Kaisers Konstantin, der ja bekanntlich das Christentum im Römischen Reich verankerte. Sie stand in der Lateransbasilika bis man 1538 den Irrtum bemerkte. Seit dem steht sie auf dem Kapitolsplatz, seit 1979 als Kopie, und dominiert dessen Erscheinungsbild:

Wir gehen die Treppe zum Kapitol herunter und biegen in die Via di teatro di Marcello ein.

 

Reste des Teatro di Marcello in ein neueres Gebäude integriert

Es ist schon sehr auffällig, wie voll es hier ist und bald sehen wir auch, dass die Straße bis zur Mitte abgesperrt ist. Die Menschen hier scheinen auf etwas zu warten. Es laufen Kamerateams herum und wir nehmen an, es handelt sich um den Papst, der hier erwartet wird, an den Ostertagen ist er ja in Rom unterwegs und hält in verschiedenen Kirchen Messen. Aber das war ein Irrtum, was da kam, war eine echte Überraschung. Es handelte sich um einen richtig großen Umzug von Gruppen in antiken, meist römischen Gewändern. Später erfuhren wir, dass dieser Umzug einmal im Jahr zum Geburtstag der Stadt Rom am 21. April statt findet. Da hatten wir Glück, dass wir ausgerechnet heute hier entlang gehen wollten, unser Jüngster war so begeistert, dass wir auch so schnell nicht mehr weiter kamen. Die Darsteller ließen sich auch immer wieder gerne mit ihm zusammen fotografieren, mit einem älteren Paar kamen wir auch ins Gespräch, sie konnten ein wenig Englisch. Hier kommen nun viele Fotos, vom Anfang des Corsos bis zum Ende:

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Nun erkennen wir auch, wo der Zug herkommt, er startete nämlich im Circus Maximus, zu dem wir uns schließlich einige Zeit später auch durchgekämpft haben:

 

Damit man sich vorstellen kann, wie dieses riesige Stadion zu Römerzeiten mal aussah hab ich hier ein Modell im Netz gefunden:

Wie gigantisch groß diese Arena früher einmal war,  kann man heute noch wahrnehmen, auch wenn außer der Fläche, die er bedeckte nichts mehr von ihm übrig ist. Die Sitzreihen rund um das Oval fassten sage und schreibe 250 000 Menschen. Er wurde vor allem für Wagenrennen genutzt, bei denen es sehr blutig zuging. Der Film Ben Hur gibt vielleicht einen Eindruck davon, wie es mal gewesen sein könnte.

Direkt am Circus Maximus liegt eine Kirche, die weniger für ihre Innenräume bekannt ist, als für etwas, das sich in ihrem Vorraum befindet: den sog. Mund der Wahrheit (Bocca de la verita). Es ist die Kirche „Santa Maria in Cosmedin“.

 

Der Mund der Wahrheit in der Vorhalle der Kirche ist vermutlich schon sehr alt (ca. 4. Jh v. Chr) und wurde wohl als eine Art Gullydeckel verwendet. Erst viel später, im Mittelalter, wurde es dann als eine Art „Lügendetektor“ verwendet, wer log, dem wurde angeblich die Hand abgehackt, was wohl teilweise wirklich geschah, aber deshalb, weil der Scharfrichter dahinter mit dem Beil stand – es schien gewirkt zu haben. Heutzutage ist es natürlich völlig ungefährlich, die Hand da hinein zu stecken. Man muss nur Zeit mit bringen um sich in die lange Schlange zu stellen, die sich davor bildet, um sich so wie diese junge Dame hier fotografieren zu lassen. Bekannt ist der Mund der Wahrheit auch geworden, weil er in dem Audrey Hepburn Film „Ein Herz und eine Krone“ vorkommt.

Unser Plan führt uns an diesem Tag noch auf den Aventin, den Hügel auf der anderen Seite des Circus Maximus, der zwischen Palatin und Aventin liegt. Zuerst gelangt man in einen schönen Park mit Rosengarten und tollem Blick am Hang.

 

 

 

Nachdem wir ihn ausgiebig genossen haben, gehen wir weiter hinauf auf den Hügel. Dort oben befindet sich ein Wohngebiet, ein Park mit wieder sehr schönem Blick und einige kirchliche Gebäude.

 

 

Schön und sehr alt, aus frühchristlicher Zeit ist die Kirche Santa Sabina hier oben, wir konnten sie gerade noch rechtzeitig besichtigen, bevor dort eine Hochzeit stattfand, deshalb der schöne Blumenschmuck:

 
 
 

Beim Verlassen der Kirche fällt diese wunderschöne Holztür auf, im Führer steht dann auch, diese „Porta lignea“ sei die größte Sehenswürdigkeit dieser Kirche – sie stammt aus dem Jahr 423.

Von San Sabina ist es nur ein kurzes Stück zur „Piazza dei Cavalieri di Malta“. Hier finden sich Einrichtungen des Malteserordens, die nicht zugänglich sind, aber die größte Sehenswürdigkeit der besonderen Art verursacht hier eine richtig lange Schlange:

vor dieser, zum Kloster gehörigen Tür:

Die Ursache des Rummels ist – das Schlüsselloch dieser Tür. Wenn man durch dieses hindurch schaut, sieht man etwas ganz Bekanntes, aber auf eine ganz neue Weise: den Petersdom, eingrahmt von Hecken – ganz allerliebst. Leider hat es mit dem Foto durch das Schlüsselloch nicht ganz geklappt, man muss sich den Petersdom leider dazu denken. Das Foto darunter gibt eine Hilfe, es wurde nebenan von einem Aussichtspunkt aus gemacht.

 

Weiter geht es, vom Aventin auf einem Fußweg wieder hinunter, auf einem schönen Fußweg

zur Piazza Bocca de la verità mit der Kirche Santa Maria in Cosmedin (siehe oben)

 und schließlich über den Tiber hinüber in das Stadtvierte Trastevere – hier sieht man noch einmal zurück, hinauf auf den Aventin am linken Tiberufer, wo wir vorher waren.

Trastevere wird auch „das römische Dorf“ genannt, es wird dominiert von engen Gässchen mit vielen Lädchen, Lokalen und Cafés. Das Flair dort ist wirklich ganz besonders, daran erinnere ich sogar noch von meiner Klassenfahrt 1985. Damals waren wir abends dort, aber auch heute, am späten Nachmittag ist es, als tauchte man in eine andere Welt ein. Wir laufen zum Hauptplatz des Viertels durch die Via di Lungaretta.

 

Auf der Piazza „Santa Maria in Trastevere“ angekommen, ruhen wir uns am Fuss des zentralen Brunnens aus, genießen ein Eis und die Stimmung. Neben uns beginnt eine Straßenmusiker-Gruppe zu spielen, die Sonne scheint – einfach herrlich.

 
 

Die am Platz gelegene Kirche Santa Maria in Trastevere ist leider geschlossen.

Schließlich endet dieser lange, sehr schöne Tag mit einem langen Fußmarsch zurück zur Metrostation Piramide bzw. zur Bahnstation Porta S. Pietro. Hier die beiden Bauwerke, nach denen die Stationen benannt sind:

 

11. Tag (Di., 22. April)

Da in unserem Romtagebuch noch zwei sehr wichtige Kirchen fehlen, nehmen wir uns heute vor, diese anzusteuern: Es sind die Lateransbasilika und Santa Maria Maggiore. Der Reiseführer schlägt einen Rundgang vor, der wiederum am Kolosseum startet und diesmal von dort nach Süden führt.

Das Kolosseum von Süden gesehen

Zuerst besichtigen wir die Kirche San Pietro in Vincoli mit der berühmten Mosesstatue des Michelangelo, eines seiner Meisterwerke, und einer Reliquie, die aus Fesseln besteht, in die einst der heilige Petrus gelegt worden sein soll

 
 

Das nächste Ziel wäre das Domus aurea gewesen, die Reste eines riesigen Palastes des Königs Nero. Aber leider sind diese noch immer in Renovierung begriffen und deshalb geschlossen. Weiter geht es zur Kirche Santi Quattro Coronnati, die zu einem Nonnenkloster gehört.

  
Viel interessanter war allerdings die nächste Kirche, St. Clemente. Es handelt sich eigentlich um drei Kirchen in einem. Ganz oben ist die neuste, eine Basilika aus dem 12. Jh. Hier eine Abbildung aus einem dort gekauften Führer, leider durfte man hier keine Fotos machen.
 Darunter, quasi im Keller, findet man die Reste einer Basilika aus dem 4. Jh. mit dem selben Grundriss, die neue Kirche wurde einfach auf den Mauern der alten Kirche errichtet. Es lohnt sich allein schon hierfür, die Eintrittsgebühr von 5 EUR für die Besichtigung zu bezahlen, denn es ist schon etwas Besonderes, in so einer alten Kirche zu stehen. Die Fresken an den Wänden sind noch teilweise erhalten. Wirklich mystisch und unheimlich wird es schließlich in der dritten, widerum darunter liegenden Anlage, die z.T. eine Kultstätte des Mithraskults war, ein sog. Mithrastempel. Er stammt aus dem späten 2. oder frühen 3. Jh. n. Chr. Es handelt sich dabei um eine vorchristliche Religion, die den „aus Fels geborenen“ Gott Mithras verehrte. Über die Rituale, die an ein Siegesmahl der Götter Apollo und Mithras erinnern sollten, das nach dessen erfolgreichem Kampf mit einem Stier stattfand, weiß man nichts Sicheres, geht aber davon aus, dass man hierfür nur die Symbole Brot, Wein und Wasser verwendete, dass es also keine blutigen Rituale waren. Vorstellen könnte man sich aber alles Mögliche Finstere, wenn man in den düsteren Gewölben steht, in denen diese stattfanden.
Froh, wieder am Tageslicht zu sein, wenden wir uns nun nach Süden und erreichen über die Via Celimontana einen weiteren der sieben Hügel Roms, den sog. Celio. Hier oben gäbe es zwei weitere Kirchen zu besichtigen, die aber leider erst wieder ab 16 Uhr auf haben. So machen wir nur eine kurze Pause in einem Park mit Kinderspielplatz und machen uns dann auf den Weg zu unserem ersten Hauptziel heute: die Lateransbasilika, San Giovanni in Laterano. Ich wußte noch, dass mich vor 29 Jahren, auf einer Klassenfahrt nach Rom, diese Kirche am meisten begeistert hatte, noch mehr, als der Petersdom. Und auch dieses Mal wieder war sie sehr beeindruckend, vor allem wegen ihrer reichen Ausstattung. Hier lasse ich wieder einfach nur die Bilder sprechen, die Einzelheiten führen hier zu weit, die kann man auch anderswo nachlesen:
Die Basilika von der Rückseite aus gesehen

 

Fresken in der Vorhalle auf der Rückseite

 

Hauptapsis

 

Blick vom Altarraum ins Mittelschiff

 

Seitenkapelle

 

 

 

 

Das Grab von Johannes dem Täufer

 

 

Der wunderschön überbaute Hauptaltar

 

Blick von der Haupteingangstür zum Altar
Der Vollständigkeit halber haben wir an diese Tour noch die Besichtigung einer weiteren Kirche angehängt, Santa Maria Maggiore, die etwa eine Viertelstunde Fußweg entfernt ist.
Eine der vier Patriarchalbasiliken Roms und die größte Marienkirche der Welt ist diese prachtvolle Kirche. Nach der Lateransbasilika, die natürlich auch zu den genannten Vier zählt, ist sie zwar nicht mehr ganz so beeindruckend, wie sie vielleicht sonst wäre – es ist einfach düsterer dort und sie ist auch deutlich kleiner. Dennoch haben wir uns auch hier lange aufgehalten und alles genau angesehen. Die Bilder sind wegen der Dunkelheit nich immer optimal geworden, einen Eindruck bekommt man dennoch:
Papst (Sixtus V.?) betend vor Reliquienschrein

 

Reliquienschrein, der angeblich Bretter der Krippe Jesu enthält

 

Hauptaltar mit Apsis

 

Mosaik in der Apsis (13. Jh.)

 

Seitenkapelle

 

Kuppel der Seitenkapelle

 

Taufbecken in einer weiteren Seitenkapelle

 

Decke der Seitenkapelle mit dem Taufbecken

 

Seitenkapelle

 

Seitenkapelle

 

Seitenkapelle

 

Kassettendecke aus dem 16. Jh.

 

Großes Eingangsportal
Dieser kirchenreiche Tag war unser letzter Innenstadtrundgang, für den nächsten Tag ist der Besuch der Vatikanischen Museen geplant.
12. Tag (Mi., 23. April)
Den Besuch der Vatikanischen Museen haben wir ans Ende unserer Reise geschoben, da wir während der Ostertage zu viel Andrang befürchteten. Allerdings war das, was uns an diesem Tag diesbezüglich immer noch erwartete mehr, als wir uns je vorstellen konnten. Geschlagene dreieinhalb Stunden standen wir in dieser viele hundert Meter langen Schlange in der Sonne an – nur um einen Blick auf die Sixtinische Kapelle zu werfen, denn darum ging es uns hauptsächlich.
Dank unserer lebhaften und unterhaltsamen Kinder, ein paar Handy-Spielen und schließlich der netten italienischen Familie vor uns in der Schlange, mit der wir und mit Händen und Füßen etwas unterhalten konnten, haben wir das lange Warten irgendwie hinter uns gebracht und durften schließlich das Allerheiligste betreten. Im Hof holten wir noch mal etwas Luft, was gut war, denn was folgte war nichts für Klaustrophobiker.
Belvederehof mit antikem bronzenem Pinienzapfen

 

Moderne Kunst im Belvederehof
Wir wurden mehr durch die Räume und Gänge geschoben als wir gingen und ich kann auch leider nur Bilder mit vielen Menschen drauf zeigen von den Räumen, durch die wir kamen, immer dem Schild „Sixtinische Kapelle“ folgend. Es war ein ziemlich langer Weg, ich dachte, wir kommen nie an – leider kann man nicht nur die Sixtinische Kapelle alleine besichtigen.
Der Apoll des Belvedere

 

Die Laokoongruppe von Michelangelo

 

 

 

 

Die Galleria delle Carte Geografiche

 

kartographische Darstellungen Italiens aus dem 16. Jh.

 

 

Die Galleria delle Carte Geografiche

 

Von Raffael ausgemalte Räume

 

Von Raffael ausgemalte Räume

 

Wandfresco

 

Deckenbemalung in einem der unzähligen Gänge
So, hier kommen nun die Bilder der Hauptsehenswürdigkeit – ja, ich weiß, man sollte keine Bilder machen, ich hab auch nur ein paar verwackelte, heimlich gemachte, ohne Blitz natürlich.
Die von Michelangelo bemalte Altarwand: Das jüngste Gericht (1536-1541)

 

Die von Michelangelo bemalte Decke der Sixtinischen Kapelle mit der berühmten Szene „Erschaffung Adams“ (Suchbild)

Hier ein Bild aus dem Netz, das die Szene von Nahem zeigt, so kennt es sicher jeder:

 

 

 

Zwei der Fresken aus dem sog. „Sixtinischen Zyklus“

Und hier folgen noch ein paar aus dem Netz geklaute Bilder, die diesen unglaublichen Raum noch etwas besser dokumentieren:

 

 

Und zuletzt noch ein Link zu einer Seite, auf der die großen rechteckigen Fresken auf beiden Seiten der Kapelle unter den Fenstern (Sixtinischer Zyklus) einzeln mit Titel und Urheber gezeigt werden. Jedes davon ist ein unglaublich detailliertes Einzelkunstwerk und in ihrer Gesamtwirkung sind diese Bilder einfach nur überwältigend: Klicken Sie hier

Wir hätten noch viel länger in diesem Raum verweilen können, aber die vatikanischen Museen schließen schon um 18 Uhr und da wir erst gegen 15 Uhr rein gekommen waren, war es nun Zeit, sich wieder Richtung Ausgang zu bewegen. Auch auf diesem Weg gab es noch einige schöne Räume und Gänge zu sehen. Vorallem die Gestaltung der Decken war immer wieder beeindruckend:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuletzt sammelte dann doch tatsächlich noch eine Gruppe von Aufsehern hinter uns und wir wurden regelrecht vor ihnen her aus dem Gebäude getrieben. Und ein paar böse Blicke gab es auch. Feierabend ist halt Feierabend, auch im Vatikan.

Diese schöne Wendeltreppe führt jetzt aus dem Museum heraus, früher war das der Eingang, als ich vor 25 Jahren zuletzt hier war. Am Schluss trafen wir am Ausgang noch mal die nette italienische Familie, sie winkten uns und warfen uns Kusshände hinterher. Zur Belohnung für den interessanten aber stressigen Tag gab es dann noch ein sehr leckeres Eis und dann ging es wieder heim.

 

13. Tag (Do., 24. April)

Unser letzter Tag in Rom führte uns schließlich noch nach Ostia Antica. Das ist ein riesiges Ruinengelände mit den Resten der antiken Hafenstadt Roms. Heute liegt sie nicht mehr direkt am Meer sondern etwa drei Kilometer landeinwärts, der Tiber hat so viel Material im Laufe der Jahrhunderte transportiert und abgelagert, dass sich seine Mündung immer weiter ins Meer hinaus verlegt hat und das Meer verlandete.

Am Eingang hätte man Führer für das Gelände kaufen können, im Eintrittpreis ist nur ein Faltblatt enthalten und auf dem Gelände gibt es viele Tafeln, die Erklärungen enthalten. Wir waren bereits weit in das Gelände hinein gelaufen, als ich begann es zu bedauern, dass ich keinen Führer gekauft hatte, denn in unserem Reiseführer stand nicht viel und die Tafeln waren nur auf Englisch. Mir fällt es immer schwer, mir aufgrund von Ruinen wirklich vor zu stellen, wie etwas einmal ausgesehen hat. Aber kaum war der Wunsch formuliert, sprach uns eine Frau an, die sich als deutsche Kunsthistorikerin vorstellte, die Führungen anbietet. Der Preis war akzeptabel und sie versprach auch, alles kindgerecht und einfach zu erklären, so dass besonders unsere Jungs davon viel hätten. Ich bin sehr froh, dass wir das Angebot annahmen, das Geld war gut investiert, denn mit Alexandras anschaulichen Erklärungen haben wir das Gelände sicher ganz anders wahrgenommen, als es ohne der Fall gewesen wäre.

Hier kommen einige Fotos:

 

 

 

 

Das Gelände ist auch ein riesengroßer Park mit viel Grün

 

Toll erhaltener Mosaikfussboden in einer Thermeanlage

 

Im hinteren Bereich sind die Gebäude noch teilweise bis ins zweite Stockwerk erhalten

 

 

Nicht ganz ausgegrabene Amphoren – die Vorratsschränke der alten Römer

 

Wandmosaik in Ostia antica

 

Reste eines Tempels

 

Breite Straßen und hohe Mietshäuser gab es hier mal

 

 

meistens sind nur noch die Grundmauern erhalten
Die berühmte Gemeinschaftstoilette – sie befand sich innerhalb einer Thermenanlage – hier traf man sich und machte „Geschäfte“

 

Reste des Capitoliums

 

Eingang zu einer Taverne

 

 

Das Amphitheater

 

Der Cerestempel beim Amphitheater

 

Erhaltene Kunstwerke aus dem Theater

 

Die Außenfassade des Theaters

 

Die Reste einer Zisterne

 

So könnte die Zisterne mal ausgesehen haben

 

Wenn man die alten Säulen nass macht hat man eine bessere Vorstellung davon, wie prächtig sie mal waren mit ihrem farbigen, einst polierten Marmor

 

Die alten Straßen sind z.T. noch erhalten, muss ein ziemliches Geholper gewesen sein

 

In Ostia kann man sich an schönen Tagen gut einen ganzen Tag aufhalten, für Kinder ist es ein richtiger Abenteuerspielplatz, auch ohne kindgerechte Führung, wie wir sie zu Beginn für etwa eineinhalb Stunden hatten werden sie dort ihren Spaß haben. Es gibt so viel zu entdecken und auch wenn viel los ist, verläuft sich die Menschenmenge in dem riesigen Gelände. Zum Gelände gehört auch ein kleines Museum, wo man noch besonders gut erhaltene Funde anschauen kann:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Zum Schluss noch eine Sammlung
besonders schöner Mosaikfussböden. Diese gehören sicher zum
Sehenswertesten in Ostia, überall im Ruinenfeld trifft man auf sie:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ostia war ein schöner Abschluss unserer Romferien, etwas geruhsamer als der Stadtrummel, es war bestes Wetter und besonders die Kinder hatten gute Laune. Am nächsten Tag ging es dann leider wieder heim.
14. Tag (Fr. und Sa., 25. und 26. April)
Die Heimreise lief anfangs noch etwas zäh, denn in Rom war Feiertag und die Römer fuhren gen Toskana für ein Wochenende im Grünen, doch dann kamen wir letztendlich doch noch bis direkt vor den St. Gotthart-Tunnel. Einen neuen, richtig guten Übernachtungsplatz für die Strecke haben wir dabei auch noch entdeckt, er stand im Womoführer. Ausfahrt Aiolo/St. Gotthard-Pass/Nufenenpass, direkt vor bzw. nach dem Tunnel (südlich), dann ein Stück Richtung Nufenenpass fahren, bis zur Talstation des Aiolo-Skilifts. Man steht hier ruhig, eben und umsonst in wunderschöner Bergkulisse, nur wenige Kilometer von der Autobahn entfernt, was will man mehr. Die Kinder waren noch dazu völlig begeistert, Ende April noch ein wenig im Schnee spielen zu können, man ist hier doch schon auf 1186 m und die letzten Schneefelder im Schatten sind dem Frühling noch nicht gewichen.

 

 

 

 

Fazit: Rom ist immer eine Reise wert, auch zum vierten Mal und ich bin nicht sicher, ob es das letzte Mal war.

„Nur weil uns ein Stück vom Glück fehlt, sollten wir uns nicht davon abhalten lassen, alles andere zu genießen“ (Jane Austen)

 


2 Gedanken zu “Rom an Ostern 2014

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s