Mallorca Ausflugstipps #1: das Kap Formentor

Als ersten Tipp für alle Naturliebhaber, die Meer und Berge in Kombination so toll finden wie ich habe ich heute das Kap Formentor als Ausflugsvorschlag für Euch. Man kann einen ganzen Tag auf der langgestreckten, felsigen Halbinsel verbringen, den man entweder gemütlich oder auch anstrengend gestalten kann. Wir haben uns in unseren Urlauben für ein Mittelding entschieden, ich werde aber auch noch zusätzliche Wandervorschläge erwähnen, die wir nicht gemacht haben.

Voraussetzung für diesen Ausflug, jedenfalls wenn man bis zum Kap Formentor mit dem Leuchtturm kommen will, ist ein Mietauto. Es gibt auch eine Buslinie, aber die fährt nur bis zum Hauptstrand der Insel, der Playa de Formentor. Den wunderschönen Strand, den ich hier besonders empfehle, weil er so schön ist und so toll liegt, die Cala Figuera kann man dagegen nur mit dem Auto erreichen und man muss auch ein gutes Stück zu Fuss gehen, da er nicht direkt an der Straße und tief unterhalb liegt. Aber mehr dazu in der Beschreibung.

WP_20161016_17_04_21_Pro (1).jpg

Anfahrt:

Aus allen Richtungen kommend muss man auf der Ma2200 an Port de Pollença vorbei und dann auf die einzige Straße fahren, die auf das Kap führt: es ist die Ma2210, die auch schon kurz hinter Port de Pollença beginnt, sich in Serpentinen bergan zu winden. Man muss nicht weit fahren bis zum ersten lohnenden Haltepunkt. Bald sieht man in einer Kurve schon die viele parkende Autos auf der rechten und der linken Straßenseite. Hier sollte man sich auch einen Parkplatz suchen, wenn alles voll ist notfalls am Straßenrand, denn das was einen hier erwartet ist eine echte Attraktion: ein gigantischer Mirador, ein Aussichtspunkt, und nicht nur einer! Viele Balkone, durch Treppen verbunden verteilen sich auf einer mehrere 100 m langen Strecke auf der hohen Steilküste. Der Blick ist atemberaubend und man kann sich schon eine Weile hier staunend aufhalten. Einen Kiosk mit Essen und Trinken sowie eine Toilette gibt es auch auf dem Parkplatz.

Hier kommen jetzt ganz viele Bilder aus dem Herbst und aus dem Frühling:

WP_20161016_17_25_34_Pro (1)

WP_20161016_17_28_45_Pro (1)WP_20161016_17_25_24_Pro (1)

WP_20170328_13_18_08_ProWP_20170328_13_22_25_Pro

WP_20161016_17_23_08_Pro (1)

Weiter geht die Fahrt auf der spektakulär verlaufenden Straße, immer weiter Richtung Kap. Sowohl im Herbst als auch im Frühjahr war die Fahrt vor allem deswegen etwas abenteuerlich, weil man sie sich mit unzähligen, in meinen Augen lebensmüden Rennradfahrern teilen muss, die zum Trainieren bevorzugt die bergigsten Straßen auf Mallorca nutzen. Nach einiger Zeit ist der letzte Abzweig vor dem Kap erreicht und nach rechts geht es ab zur Playa de Formentor an der halbkreisförmigen Cala Pi de la Posada. Wir waren nicht unten, aber ich habe genügend Infos im Netz gefunden, z.B, diesen schönen Film:

Der Film stammt von Fincallorca, sie vermitteln Top-Fincas und haben eine sehr schöne Seite mit Beschreibungen vieler Strände. Die Beschreibung von der Playa de Formentor kann man hier nachlesen.

Beim nächsten Mallorcaurlaub werde ich mir das mal selbst ansehen und dann hier meine eigenen Eindrücke und Bilder ergänzen.

Selbst empfehlen kann ich den oben bereits erwähnten Strand in der Bucht Cala Figuera (nicht zu verwechseln mit dem Fischerdorf selben Namens an der Ostküste), sowohl zum Baden als auch als kleine Wanderung.

Der Parkplatz für die Bucht liegt etwa auf halbem Weg zwischen der Abzweigung zur Playa Formentor und dem Kap, in einer Rechtskurve, auf der linken Seite. Es handelt sich um eine sehr schräge sandige Fläche, ein paar Schlaglöcher machen das Drauffahren recht abenteuerlich, aber es geht. Für Allradfahrzeuge, am besten kleine, gibt es auch die Möglichkeit auf einem schmalen Sträßchen bis fast ganz unten zu fahren, dazu muss man kurz vor dem Parkplatz bereits nach links abzweigen, aber ich würde das eigentlich niemandem empfehlen, schon gar nicht mit einem Mietauto. Wir sind die Strecke bei unserem Besuch im Frühling hoch gelaufen, er ist steil, schmal und unbefestigt. Trotzdem stand bei unserem Besuch im Herbst ein Jeep unten.

Der direkte Weg führt vom Parkplatz steil bergab, auf einem schmalen Pfad, feste Schuhe und gesunde Beine sind Voraussetzung für diesen Abstecher hinunter zum wunderschönen Strand in der Cala Figuera.

Hier meine Fotos. im Herbst, es war etwa Mitte Oktober, konnte man noch prima baden, selbst ich wagte mich in das poolblaue Wasser, obwohl ich nicht so gerne im Meer bade. Es war einfach traumhaft, in dieser Farbe zu baden. Im Frühjahr war es fast menschenleer und man fühlte sich mitten in der Natur.

WP_20161016_13_31_57_Pro (2)
Fußpfad vom Parkplatz zur Cala Figuera auf dem Kap Formentor, Mallorca
WP_20161016_13_42_38_Pro (2)
Cala Figuera, Kap Formentor, Mallorca
WP_20161016_14_02_57_Pro (1)
Cala Figuera, Kap Formentor, Mallorca im Oktober

WP_20170328_14_24_16_ProCala Figuera, Kap Formentor, Mallorca im März

WP_20170328_15_09_26_Pro
einzige „Zufahrt“ zum Strand der Cala Figuera auf dem Kap Formentor, Mallorca, nur für Jeeps geeignet
WP_20170328_15_44_45_Pro
Links ist der Parkplatz oberhalb der Cala Figuera auf dem Kap Formentor, Mallorca zu sehen, er liegt an der einzigen Straße, die zur Kapspitze führt.

Im Herbst sind wir den steilen Pfad wieder hinauf geklettert, was sehr schweißtreibend ist, im Frühjahr haben wir den weiteren aber gut zu begehenden breiteren Weg hinauf gewählt. Er führt durch schöne Pinienlandschaft und endet ein Stück die Straße abwärts, so dass man noch ein paar hundert Meter an der Straße entlang zum Parkplatz zurück laufen muss, ist aber auf jeden Fall der schönere Rückweg.

Dauer dieses Abstechers: ca. 1,5 Stunden, wenn man baden will auch länger.

Zusätzlicher Wandertipp: Den beschriebenen Parkplatz kann man auch nutzen um eine Wanderung zu machen, die ich im Internet gefunden habe: Auf alten Wegen zur Cala Murta. Die Cala Murta ist eine weitere versteckte einsame Badebucht auf dem Kap Formentor, die man nur zu Fuß erreichen kann, diesmal auf der südlichen Küstenseite der Halbinsel. Wenn man vom Parkplatz hinlaufen will dauert das etwa 25 Min.

Wer nun schon so weit gekommen ist, sollte auf jeden Fall noch bis zum Leuchtturm an der Kapspitze weiter fahren, die Straße wird nicht viel schwieriger. Doch in der Saison kann es sich hier sicher auch schon mal stauen, zumal es einige weitere kleine Aussichtspunkte gibt, an denen man gerne anhalten möchte. Wir hatten Glück und konnten an diesem schönen Aussichtbalkon bei beiden Fahrten einen Parkplatz finden:

WP_20161016_16_53_06_Pro
Die Straße zum Leuchtturm auf dem Kap Formentor
WP_20161016_16_55_35_Pro
Aussichtspunkt kurz vor dem Kap Formentor

Ist die Kapspitze in Sicht, erfreut sich das Auge schon von Weitem an dem schönen weißen Leuchtturm.

WP_20161016_16_48_08_Pro (1)WP_20161016_16_10_12_Pro (1)

Es ist nun die rauhste Region der Halbinsel erreicht, es gibt nur noch helle Kalkfelsen, kaum mehr Vegetation, aber anscheinend immer noch genug für zahlreiche Ziegen, die hier frei herumlaufen und auch dem Leuchtturm ab und zu einen Besuch abstatten, sicher werden sie von den Touristen ab und zu gefüttert.

WP_20161016_16_24_25_Pro (1)

Zur Geschichte des Leuchtturms Far de Formentor kann man hier auf Wikipedia Näheres nachlesen. Er existiert seit 1863, wurde kurz nach Fertigstellung der ersten Stichstraße PM2210 errichtet. Die heutige Straße verläuft etwas anders, die abenteuerliche Straßenführung sieht man auch hier gut:

WP_20161016_16_25_43_Pro (1)

WP_20161016_16_15_26_Pro (1)

In der Saison ist es sicherlich nicht ganz einfach, am Leuchtturm zu parken, denn der Parkplatz oben am Turm ist sehr klein. Deshalb parkt man einfach am Straßenrand an der Zufahrtsstraße entlang. Als Service für die Touristen gibt es sogar einige Parkwächter, die einen weiterwinken, wenn es oben noch Parkplätze gibt. Sie verständigen sich per Funk und so geht auch bei viel Andrang alles einigermaßen geordnet zu. Es kann aber sein, dass man die Straße ein ganz schön langes Stück emporlaufen muss, bis man beim Turm ankommt. Dafür kostet das Parken nichts, wie fast überall auf Mallorca.

WP_20161016_16_18_00_Pro (1)

Oben kann man dann den schönen Blick genießen und es gibt ein Selbstbedienungslokal mit Tischen innen und außen auf der herrlichen Terrasse. Einen frisch gepressten Orangensaft hier zu trinken ist einfach obligatorisch. Oder einen Café meinetwegen. Dabei hat man diesen Ausblick:

WP_20170328_16_59_18_Pro

Es lohnt sich nun auch, einmal um den Turm herum zu gehen und in die anderen Richtungen zu blicken, bei sehr guter Fernsicht kann man bis Menorca schauen.

WP_20161016_16_29_10_Pro (1)WP_20161016_16_29_55_Pro (1)

Den Turm selbst kann man leider nicht besteigen, aber er wird noch betrieben, das Feuer wird durch Stromgeneratoren elektrisch erzeugt.

WP_20170328_16_59_36_Pro

Der Rückweg von ca. 20 km bis nach Port de Pollença erfolgt dann recht schnell und wir haben beide Male den Abend in Port de Pollença ausklingen lassen, ein ruhigeres, kleineres Hafenstädtchen mit vielen Restaurants und einer schönen Strandpromenade.

WP_20161016_19_14_51_Pro (1)
Abend in Port de Pollenca, Mallorca

 

WP_20170327_17_20_51_ProWP_20170327_17_21_29_Pro

Beim ersten Besuch im Herbst sind wir auch essen gegangen, da unsere Familie ja vegetarisch lebt, ich selbst sogar vegan, waren wir froh, dass im Reiseführer auf ein entsprechendes Restaurant hingewiesen wurde, das wunderschöne Restaurante Bellaverde in einer Nebenstraße in kurzer Entfernung vom Hafenbereich. (Für Fotos und Adresse bitte auf den Link klicken)

Man sitzt dort wunderschön in einem großen Garten oder auch in einem kleineren Gastraum, sollte aber besonders in der Saison auf jeden Fall vorher reservieren (man spricht Englisch) Wir ließen es im Oktober darauf ankommen und hatten Glück, um 18 Uhr bekamen wir noch für eine Stunde einen Tisch, als wir gingen war alles bereits voll besetzt.

Das Essen war super lecker, alles homemade und für jeden was dabei. Hier ein Foto von meinem durchaus sättigenden Vorspeisenteller.

WP_20161016_18_39_12_Pro (1).jpg

So, das war mein erster Vorschlag für einen perfekten Tag auf Mallorca, ich hoffe, es hat Euch/Ihnen gefallen und schreibt mir mal wie ihr es fandet, wenn ihr dort wart!

Alles Liebe, bis zum nächsten Blogartikel,

Annette

 

 

 


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s