Mit dem Wohnmobil nach Südtirol Teil 1: Die Anreise über Fernpass und Reschenpass, erste Ferientage am Reschensee und im Vinschgau, Besuch von Kloster Marienberg

Anfahrt:

Von unserem Heimatort aus sind wir vorbei an Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart und Ulm gefahren, bis die A7 ab Ulm nach Süden abzweigt und uns schnurstraks zum Grenzübergang Füssen-Reutte brachte. Von da an beginnt schon der Urlaub, denn die Fahrt durchs Inntal, über den Fernpass und weiter über Landeck durchs Tiroler Inntal, vorbei an bekannten Skiorten wie Fiss und Pfunds zum Reschenpass geht ja mitten durchs Gebirge und man kann sich kaum sattsehen an der schönen Landschaft.

Übernachtung auf der Anfahrt:

Wohnmobilstellplatz „Am Yachthafen“ bei Karlsruhe, kostenlos

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Hier steht man schön und einigermaßen ruhig (die Autobahn ist zu hören aber weniger laut als befürchtet), ohne Strom und V/E aber dafür kostenlos. Direkt neben dem Stellplatz ist eine Gaststätte mit schöner Rheinterrasse. Ein guter Platz für Übernachtungen unterwegs vor allem wegen des Blicks auf den Rhein. Wir hatten auch schönes Wetter und einen Sonnenuntergang über dem Fluss, wie man auf den Bildern sieht.

Tag 1, 9.4.2017, Anfahrt über Fernpass und Reschenpass bis zum Reschensee

Besonders schön finde ich immer die Fahrt über den Fernpass, jedenfalls wenn der Verkehr nicht zu stark ist, wir standen auch schon stundenlang im Stau auf dem Weg in den Skiurlaub… aber dieses Mal hatten wir Glück. Schon die Fahrt durch das frühlingshafte Tal, in dem die Fernpassstraße nach Grenzübertritt verläuft, vorbei an Reutte, Bichlbach und Heiterwang, war schön und unsere erste Pause konnte draußen stattfinden.

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Diesen Blick hatten wir beim Picknick

Auf der Weiterfahrt nähern sich dann die Tiroler Alpen, alleine der Anblick macht schon Urlaubsstimmung bei mir.

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Kurz hinter Reutte gibt es an der Fernpassstraße eine ganz neue Attraktion, für die wir beim nächsten Mal unbedingt anhalten müssen: eine Hängeseilbrücke, die auch die Straße überspannt, genannt Highline179. Leider kostet sie Eintritt, aber der Ausblick und der Nervenkitzel sind es sicher wert.

Hier zwei Fotos, die ich vom Auto aus machen konnte;

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Kurz vor der Passhöhe sollte man dann unbedingt auf dem Rastplatz Zugspitzblick eine Pause einlegen, sofern man noch einen Parkplatz ergattern kann, denn wie für uns ist dieser Halt für die meisten Touristen einfach Pflicht, wenn man auf dem Fernpass unterwegs ist. Wie schon der Name sagt, hat man hier einen Superblick auf das Zugspitzmassiv, neuerdings sogar mit Rahmen für Erinnerungsfotos:

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Der Blindsee, welcher tief unterhalb der Aussichtsterrasse des Rastplatzes liegt, macht den Ausblick nochmal attraktiver:

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Natürlich kann man hier auch einkehren:

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Nur wenige Kilometer weiter kommt dann der eigentliche Fernpass, die Passhöhe, wo man eine Tankstelle und ein paar Läden findet, dann geht es wieder abwärts in vielen langen Kurven Richtung Nassereith, wo die Fernpassstraße endet. Ein schöner Halt ist auch der bald nach der Passhöhe folgende Fernsteinsee mit dem schönen Hotel Schloss Fernsteinsee. Eine Raststätte gibt es auch, auf der linken Seite, direkt am See. Vor Jahren haben wir einmal auf dem Campingplatz Fernsteinsee übernachtet, der etwas unterhalb des sehr hübschen Fernsteinsees liegt. Man kann von dort aus einen kleinen Spaziergang zum See machen, hier ein paar Bilder aus jenem Urlaub vor 7 Jahren, der im Herbst stattfand.

Um zum Reschenpass zu gelangen, der uns endlich nach Südtirol bringen sollte, fuhren wir weiter über Imst und Landeck auf der Straße 171, da wir keine Vignette für die Autobahn hatten. In Landeck zweigten wir ab Richtung Reschenpass, die Reschenpassstraße führt durchs Oberinntal. vorbei an uns sehr vertrauten Skigebieten, früher waren wir oft in Fendels, oberhalb von Ried im Oberinntal und einmal auch in Fiss/Ladis. genau gegenüber, ein sehr schönes, überschaubares Skigebiet. Von dort haben wir vor nun fast 14 Jahren unseren Erstgeborenen „mitgebracht“.

Die Passhöhe des Reschenpasses, der den Alpenhauptkamm überquert, ist nach landschaftlich schöner Strecke kurz hinter der Grenze zu Italien bei der Ortschaft Reschen erreicht und damit waren wir im Prinzip angekommen im Urlaub. Der Reschensee bei Reschen war unser erstes richtiges Urlaubsziel. Da es erst früher Nachmittag und noch schön warm und sonnig war, machten wir erst mal Halt am Wahrzeichen des Reschensees, dem im Wasser versunkenen Kirchturm. Ein Fotomotiv, das seinesgleichen sucht, wie ich finde:

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Der Reschensee wurde 1950 zur Stromgewinnung aufgestaut, das Dorf Graun und ein Teil von Reschen mussten dafür weichen. Außer dem Kirchturm der Pfarrkirche von Alt-Graun, St. Katharina, der aus Denkmalschutzgründen stehen gelassen wurde, wurden alle Gebäude vor der Flutung abgerissen. Der Kirchturm steht heute in einem seperaten Becken, bei Niedrigwasser kann man ihn umrunden. Hier kommen einige Bilder von unserem schönen Spaziergang rund um den Turm:

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Der Parkplatz am Turm ist nicht zum Übernachten geeignet, daher kehren wir noch einmal nach Reschen zurück, um zum offiziellen Wohnmobilstellplatz von Reschen, am Fuß des Schöneben-Liftes, einer Gondelbahn, die ins ansässige Skigebiet Schöneben hinauf fährt, zu gelangen. Auf dem zugehörigen Parkplatz kann man ein Overnight-Ticket lösen und mit dem Wohnmobil übernachten. Auch für Nichtskifahrer ist das ein schönes Angebot, denn man steht gleichzeitig fast direkt am See und hat einen tollen Blick. Der Ort Reschen mit Lokalen und Geschäften ist noch gut zu Fuß zu erreichen und an der Talstation gibt es saubere beheizte WCs, die mitbenutzt werden können.

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Gegenüber des Parkplatzes, direkt am See kann man auch stehen, dann sogar kostenlos, das haben wir aber erst bemerkt, als wir schon eingeparkt hatten. Trotz der Strasse war es eine ruhige Nacht, denn sie dient nur als Zufahrt zum Lift und für einige Höfe oberhalb des Sees. Morgens allerdings begann der Skibetrieb und der Parkplatz wurde schnell voll. So zog es uns auch bald weiter, hinunter ins Etschtal, denn hier oben auf rund 1500 m Höhe war es doch etwas kühl und wir sehnten uns nach Frühling.

Tag 2, 10.4.2017: Besichtigung Burg Marienberg

Die Hauptstraße ins Vinschgau führt bald in langezogenen Serpentinen abwärts und es eröffnet sich der erste schöne Blick in das breite grüne Tal der Etsch. Wir erreichten Burgeis, das erste kleine Dorf mit seiner Fürstenburg und dem weiß leuchtenden Kloster Marienberg oberhalb am Hang:

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Die Burg kann man leider nicht besichtigen, es handelt sich um ein privates Gebäude, aber die Auffahrt zum Kloster – man kann natürlich auch hoch wandern – lohnt sich sehr, alleine schon für den Ausblick, den man von dort aus hat

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Blick von Kloster Marienberg auf Burgeis und das Etschtal unterhalb des Reschenpasses

 

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Blick von Kloster Marienberg ins Vinschgau – oberes Etschtal

Die Frühlingssonne wärmte nun schon sehr stark, es war schon fast sommerlich und wir genossen den Aufenthalt hier oben. In der Burg bzw. der Benediktinerabtei gibt es ein Museum über das Klosterleben, einen schönen Innenhof und eine hübsche kleine Kirche.

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Am schönsten fand ich aber einen Spaziergang, den wir von hier aus machten: Wenn man den Innenhof durchquert und durch die Tür  auf der anderen Seite wieder verläßt, gelangt man auf einen Wanderweg, der nach Burgeis hinunter führt, zuerst aber ein paar Kilometer am Hang entlang verläuft. Bald erreicht man dann die erste Bank und bald darauf eine zweite. Der Ausblick zurück auf die Klosteranlage und in das breite Etschtal/Vinschgau, sowie die Mittagssonne waren so herrlich, dass wir es hier eine ganze Weile aushielten:

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Aber dies war erst der erste Teil der Erlebnisse an diesem Tag, der Nachmittag sollte ebenfalls sehr schön werden: Wir fuhren weiter auf der Hauptstraße im Tal bis zum Ort Schluderns. Hier war die hübsche Churburg unser Hauptanziehungspunkt, dafür parkten wir am Bahnhof und folgten den Wegweisern durch den Ort und schließlich hinauf zur Burg oben am Hang. Leider war sie nicht zu besichtigen, es war Ruhetag oder Mittagspause, ich weiß es nicht mehr genau. Aber von außen war sie durch ihre Lage in Weinbergen und Obstplantagen auch schon sehr schön und vor allem ein tolles Fotomotiv:

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Etwas oberhalb der Burg eröffnet sich dann ein schöner Blick ins Etschtal/Vinschgau in Richtung Naturns und Meran und auf die noch dick verschneiten Berge gegenüber, ganz rechts wahrscheinlich die Ortlergruppe:

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Wir erweiterten den Spaziergang noch ein wenig und folgten einem steilen Wanderweg bergan, um ein wenig Wanderkondition zu bekommen und weil es einfach zu schade war, bei diesem Traumwetter schon wieder umzukehren. Die Anstrengung wurde durch schöne Ausblicke und diverse Tierbegegnungen versüßt:

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Nach einer ausgiebigen Pause bei den Eseln ging es dann recht flott wieder runter bis zur Burg und in den Ort Schluderns, wo wir noch in einem großen Bioladen einkaufen konnten. Die folgenden Bilder zeigen Schluderns vom Weg zur Burg aus:

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Der erste Tag hat uns schon ausgesprochen gut gefallen und so war es auch nicht so schlimm, dass es in der Nacht, die wir auf dem luxuriösen Campingplatz Sägemühle in Prad am Stilfserjoch verbrachten, regnete und der nächste Tag trüb begann.

Weiter lesen Sie in Teil 2

 

 

 

 

 

 


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